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Das Amber Gallery Museum, nicht zu verwechseln mit dem Amber Museum (Bernsteinmuseum von Puerto Plata), ist ein Gift-Shop mit angegliedertem Museum, das auf Privatinitiative des Eigentümers entstand und schon alleine deshalb garantiert, dass es top in Schuss gehalten wird.

Wenige Schritte vom Parque Central in Puerto Plata Richtung Malecón findet der Besucher ein kleines, aber sehr interessantes Museum, nicht nur über Bernstein, sondern auch über den nur in der Dominikanischen Republik zu findenden Halbedelstein Larimar und sonstige typische Dinge des wunderschönen Landes, wie Tabak, Mamajuana oder eine kleine Sammlung von Kultobjekten der Taínos, der Ureinwohner der Insel Hispaniola.

 

Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein sehr gut sortierter Gift-Shop mit exklusiven Schmuckstücken in allen Preisklassen, bis hin zu außergewöhnlichen, in Gold gefassten Larimar- und Bernstein-Unikaten.

In Nebenräumen kann der Besucher Schleifern über die Schulter schauen und sehen, wie sie aus einem unscheinbaren Klumpen ein glänzendes Juwel schaffen.

Der dominikanische Bernstein (spanisch “ámbar”) ist bis zu 40 Millionen Jahre alt und stammt aus dem Harz einer ausgestorbenen Baumart. Im Unterschied zum baltischen Bernstein, der 80 Prozent des auf der Erde gefundenen Bernsteinvorkommens ausmacht, ist der dominikanische transparenter und hat mehr Einschlüsse von Insekten. Sein Farbenspektrum reicht vom hellen Gelb über das am häufigsten vorkommende Honigfarben zu Braun, bis hin zu Schwarz. Am seltensten zu finden ist ein fluoreszierendes Blau.

Bernstein ist kein Stein, sondern ein Mineral. Es wurde seit Urzeiten zur Herstellung von Schmuck verwendet. Es wurde Bernsteinschmuck gefunden, der bis 8.000 vor Christus datiert wird.

Ebenfalls seit Urzeiten werden dem Bernstein magische Kräfte zugeschrieben. Er soll negative Energien absorbieren und in positive umwandeln. Bernstein gibt dem Körper Vitalität und eliminiert Krankheiten. Zudem stellt er geschäftliche Erfolge sicher und zieht Geld an.

Und falls man all das nicht glauben will: Ein schönes Schmuckstück gibt Bernstein immer ab.

 

Eine Halbedelsteinart, die nur in der Dominikanischen Republik vorkommt, ist der Larimar. Larimar ist ein “neuer” Schmuckstein, der erst 1974 entdeckt wurde. Er kommt nur in der Provinz Barahona im Südwesten der Dominikanischen Republik vor und wurde von Miguel Méndez und dem Peace-Corps-Freiwilligen Norman Rilling am Strand gefunden. Die Einheimischen nannten den Stein “roca azul” und dachten wegen seiner hellblauen Farbe, er werde aus dem Meer an den Strand gespült. Miguel Méndez kombinierte den Namen seiner Tochter Larissa mit dem spanischen Wort “mar” (Meer) und nannte den Stein Larimar. Das einzige Vorkommen dieser Pektolith-Art befindet sich im Nationalpark Sierra de Bahoruco, westlich der Stadt Barahona. Pektolith ist ein in der Regel transparentes oder weißes Kristall. Die hellblaue Farbe des Larimar entsteht durch geringe Spuren von Vanadium.

Larimar wurde zum Nationalstein der Dominikanischen Republik erklärt.

 

Der Zugang zum Amber Museum befindet sich im zweiten Obergeschoss. Im Eingangsbereich wird man von einem übermannsgroßen, von innen beleuchteten Saurier aus Bernstein empfangen. Dann kann man in Vitrinen die Geschichte des Bernsteins sowie ausgewählte Stücke mit eingeschlossenen Insekten und Fossilien betrachten. Auf anschauliche Weise wird alles Wissenswerte zu Bernstein erklärt, bis hin zu Mustern der verschiedenen Farbtöne des Minerals.

Danach geht es weiter mit Larimar und seiner Geschichte, begleitet von überaus sehenswerten geschliffenen Stücken des Halbedelsteins in allen Formen, bis hin zur Landkarte der Dominikanischen Republik oder einem Adler, zusammengesetzt aus vielen Larimar-Teilen.

 

Nachdem man diesen Teil des Museums verlassen hat, betritt man einen weiteren Teil, in welchem dominikanische Geschichte und dominikanische Eigenheiten dargestellt werden.

Es gibt eine interessante Münz-Sammlung mit Münzen der verschiedensten Epochen, bis zurück zur spanischen Besetzung der Insel Hispaniola. Zudem werden Banknoten der Vergangenheit gezeigt.

In weiteren Vitrinen sind Ausstellungsstücke aus der Zeit der Taínos, der indianischen Ureinwohner der Karibik, zu sehen. Zemi-Figuren, Abbildungen von Göttern und Helden, denen magische Kräfte zugeschrieben wurden. Sie dienten als Grabbeigaben, um über die Seelen der Toten zu wachen, oder wurden auf Felder gelegt, um die Ernteergebnisse zu verbessern. Zemi-Figuren wurden aus den verschiedensten Materialien hergestellt, aus Stein, Holz oder auch aus Muscheln. Viele wurden durch die spanischen Eroberer zerstört.

In einer Ecke steht ein nachgebautes Haus mit den Werkzeugen eines Kaffeeanbauers, daneben ein weiteres mit den Utensilien zur Kakaoproduktion.

 

Am Ende der Ausstellung trifft der Besucher auf die Abteilung Tabak, ein Produkt, bei dem die Dominikanische Republik weltweit führend ist und die Konkurrenz Kubas keinesfalls zu scheuen braucht.

Führende anerkannte Tabak-Experten sagen, dass kubanische Zigarren nur durch beseres Marketing und durch ihre Geschichte während der Blütezeit Havannas als besser eingestuft werden als

die führenden dominikanischen Zigarrenmarken. Der dominikanische Tabak sei dem kubanischen zumindest ebenbürtig.

Ein Zigarrendreher zeigt in der Tabak-Abteilung, wie Zigarren gedreht werden, und wer Lust bekommen hat, kann dort unter einem vielfältigen Angebot auswählen. Bis hin zu den Luis Vicente Cigars, der Hausmarke des Amber Gallery Museums, deren verschiedene Ausfertigungen in einem Humedor bereit liegen, um vom Kenner oder Kennenlernenden mit nach Hause genommen zu werden.

 

Infos:

AMBER GALLERY MUSEUM

Puerto Plata, Calle 12 de Julio #32

Das Amber Gallery Museum findet man zwei Blocks unterhalb des Parque Central in Richtung Malecón.

Täglich geöffnet von 8.30 bis 17 Uhr.

Eintritt 1 US$