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Nachrichten online aus der Dominikanischen Republik

"Würde der Frau mit Füßen getreten"

Bei seinem Besuch in Puerto Maldonado im peruanischen Urwald während seiner Südamerika-Reise beklagte Papst Franziskus den Abschaum des sexuellen Sklaventums als Frucht des Machismus (Männlichkeitskult), der die Würde der Frau mit Füßen tritt.

Bei seiner ersten Station in diesem von der Welt vergessenen Ort, wie seine Bewohner während eines Treffens mit dem Papst sagten, warnte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor Menschenhandel, der in Wahrheit Sklavenhandel “für die Arbeit, sexuelle Sklaverei und Sklaverei aus Gewinnsucht” sei.

Die lokale Kirche hat Alarm geschlagen, weil die Ankunft von

Goldsuchern und der Ausbau von Minen in der Region die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und jungen Frauen gefördert habe. “Es schmerzt, festzustellen, dass auf dieser Erde, die unter dem Schutz der Mutter Gottes steht (der Name der Provinz ist Madre de Dios), so viele Frauen unterbewertet, gering geschätzt und zahllosen Gewalttaten ausgesetzt sind”, sagte der Papst. “Man darf die Rolle des Machismus nicht weiter fördern, der den Frauen in unserer Gesellschaft keine wichtige Rolle erlaubt.”

Eine weitere Anklage von Papst Franziskus war das “Versprechen, dass bestimmte Arbeiten der Armut ein Ende bereiten werden”, wie das Goldschürfen. "Das Gold kann sich in einen falschen Gott verwandeln, der Menschenopfer fordert.”

Der Papst sagte weiter: “Die falschen Götter der Gier, des Geldes und der Macht korrumpieren alles. Sie korrumpieren die Person und die Institutionen und sie zerstören auch den Wald.”

Allgemein erkannte der aus Argentinien stammende Papst: “Die Koruption: Wie viel Böses fügt dieser soziale Virus unseren lateinamerikanischen Ländern und den Demokratien dieses gesegneten Kontinents zu. Ein Phänomen, das alles infiziert, wobei die Armen und die Mutter Erde die am meisten Geschädigten sind.” Um gegen diese “soziale Geißel” zu kämpfen, sei Transparenz zwischen den öffentlichen Einheiten, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft nötig. “Und ich schließe die kirchlichen Institutionen nicht davon aus”, fügte der Heilige Vater an.

 

21. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario

Cholera in Haiti wird dieses Jahr besiegt

Die tödliche Epidemie, die Haiti seit dem Sommer 2010 heimgesucht hat, kann laut Angaben von Unicef dieses Jahr besiegt werden. Pro Woche wurden im Januar nur noch 100 neue Cholera-Fälle gemeldet. Die niedrigste Zahl seit dem Ausbruch der durch nepalesische Soldaten der UN-Schutztruppe Minustah im Oktober 2010 in das verarmte Land eingeschleppten Krankheit.

Marc Vincent, Repräsentant der Unicef in Haiti, sagte: “Es ist möglich, die Cholera in diesem Jahr zu besiegen. Jetzt oder nie haben wir eine Gelegenheit, die wir nicht verpassen dürfen.” Er

erwarte eine rasche Reaktion der haitianischen Behörden, um diesen historischen Moment zu nutzen.

Durch die katastrophalen hygienischen Verhältnisse, denen das ohnehin ärmste Land des amerikanischen Kontinents nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar 2010 ausgestezt war, konnte sich die Seuche in Windeseile verbreiten. Die Hälfte der ländlichen Bevölkerung hat kein sauberes Trinkwasser und nur für Prozent der Haitianer haben Zugang zu einer Toilette.

Seit dem Ausbruch der Cholera starben fast 10.000 Menschen an der Krankheit und mehr als 800.000 sind daran erkrankt. Auch in der Dominikanischen Republik kam es zu vereinzelten Cholera-Herden, bei denen auch Menschen starben. Die dominikanischen Gesundheitsbehörden behielten die Lage jedoch unter Kontrolle.

Die Vereinten Nationen erkannten zwar an, dass ihre Soldaten der Minustah schuld sind an der Einschleppung der Cholera nach Haiti, lehnen aber eine finanzielle Wiedergutmachung ab.

 

20. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario

Paradiese für Rentner

In einer Liste der Länder des Magazins internationalliving.com, in denen man sich am besten zur Ruhe setzen kann, kommt die Dominikanische Republik auf den 22. Platz. In der Untersuchung wurden verschiedene Faktoren mit einbezogen, wie Kauf und Investitionen, Miete, Vorteile, Einwanderung, Lebenshaltungskosten, Gesundheitsversorgung, Stand der Entwicklun und Anderes.

Die höchste Punktzahl erreichte das Land bei dem Aspekt Miete mit 90 Punkten, womit es viele andere Länder übertraf. Die niederste Bewertung mit 59 Punkten gab es bei Visum und Aufenthalt.

Zu den Vorteilen, in der Dominikanischen Republik zu leben gehört eine üppige Natur, die für leckere Früchte sorgt, die eine bunte, vielfältige und gesunde Ernährung zu günstigen Preisen ermöglicht.

Dazu kommt die üppige Schönheit der Strände, der vielfältige Handel und die Kultur, sowie deie Freundlichkeit der Menschen und der günstige Wechselkurs der nationalen Währung.

Den ersten Platz der Liste belegt das mittelamerikanische Land Costa Rica, das seit 30 Jahren ein wichtiges Ziel der US-Touristen ist, die durch das tropische Klima und die landschaftliche Schönheit angelockt werden und es in großer Zahl besuchen. Dazu kommen die niederen Lebenshaltungskosten und die medizinische Versorgung erster Klasse. Zudem kann man günstig Immobilien erstehen.

Was in Costa Rica laut der Studie am meisten überzeugt, sind die billigen Mieten. Für 500 Dollar bekommt man ein möbliertes Haus mit zwei Schlafzimmern. Eigentum mit Meerblick kostet weniger als 200.000 Dollar.

Die ersten fünf Länder, in die man als Rentner am besten auswandern kann, vervollständigen Mexiko, Panama, Ecuador und Malaysia.

 

18. Januar 2018  Quelle: Listín Diario

Prozession_Jungfrau_Feiertag_Altagracia

Vorbereitungen in Higüey

Seit dem 12. Januar bereitet sich Higüey auf den Feiertag der Jungfrau der Höchsten Gnade vor. Am kommenden Sonntag, dem Día de la Altagracia, werden dann Tausende von Gläubigen in der Kathedrale in der Stadt im Osten der Dominikanischen Republik erwartet.

Unter dem Motto “Maria, Mutter der Eucharistie” zelebriert die katholische Kirche täglich zwei Messen, eine am Morgen und eine am Abend, um am Sonntag beim Höhepunkt die geistliche Mutter der katholischen Dominikaner zu ehren.

Am Feiertag der Jungfrau, dem 21. Januar, beginnt die erste Messe

um 5 Uhr morgens. Die Messe um 9 Uhr wird von Erzbischof Freddy de Jesús Bretón Martínez zelebriert. Am Nachmittag findet eine Prozession durch die Straßen von Higüey statt, und um 18 Uhr werden die Feierlichkeiten mit einer weiteren Eucharistie unter Hilfsbischof Tomás Morel Diplán beendet

 

17. Januar 2018 · Quelle Diario Libre

Geständnis eines Menschenschmugglers

In der dominikanischen Presse wird seit Jahren immer wieder die Besorgnis verbreitet, es gebe einen Plan, die Dominikanische Republik von illegalen Haitianern durch eine “friedliche Invasion” zu erobern. Diese Angst hat historische Wurzeln und reicht in die Jahre 1822 bis 1844 zurück, als dieser Teil der Insel Hispaniola – damals existierte noch keine Dominikanische Republik, sondern es war eine spanische Kolonie – von Haiti besetzt war. Nach der dominikanischen

Unabhängigkeit versuchte Haiti noch bis 1865 sein verlorenes Terrain wieder zurückzuerobern. Das wird dem Nachbarland bis heute als Aggression angekreidet und als Versuch, die Dominikanische Republik wieder in seine Gewalt zu bringen. Besonders in kritischen Zeiten wird diese Furcht von den Nationalisten geschürt.

Dass aber in der Hauptsache korrupte dominikanische Geschäftemacher und Grenzbeamte für diese “Invasion” aus dem verarmten Nachbarland verantwortlich sind, wird gerne übersehen.

Derzeit ist die Grenzschutztruppe Cesfront dabei, illegal einreisende Haitianer an der Grenze abzufangen und in ihr Land zurückzuschicken. Viele von ihnen sind Haitianer, die schon in der Dominianischen Republik waren und zu den Weihnachtsfeiern zu ihrer Famile zurückgekehrt sind und nun wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkommen wollen. In den ersten zwei Wochen dieses Jahres wurden laut Cesfront 16.422 Haitianer zurückgeschickt.

Nun veröffentlichte die Tageszeitung “El Día” das Geständnis eines ehemaligen Sergeants der dominikanischen Armee, er habe in den vergangenen sieben Jahren Tausende illegale Haitianer ins Land geschmuggelt und dabei hervorragend verdient. Er sagte, an normalen Tagen sei es problemlos möglich, mehrere Illegale über die Grenze zu bringen, aber derzeit sei es “heiß” und man brauche den ganzen Tag.

Der 36-Jährige erzählt davon, als verrichte er eine völlig normale Arbeit. Alleine in Dajabón gebe es 60 Personen, die sich diesem Geschäft widmen. “Heute bezahlt jeder Haitianer 5.000 Pesos, um ihn nach Santiago zu bringen”, erzählt der Mann freimütig. 10.000 Pesos Verdienst am Tag sei kein Problem, aber an manchen Tagen gebe es auch nichts. Bei dem Geschäft helfen Mitglieder des Militärs mit, versichert er.

Bei der Beschreibung des Grenzübertritts sagte der ehemalige Militär, die Gruppen, die illegal einreisen wollen, nehmen Kontakt mit einem Führer in Haiti auf, der sie an bestimmte Punkte an die Grenze bringt, wo sie von Dominikanern abgeholt werden. Mitglieder der Grenzschutzbehörde Cesfront sagen jedoch, dass derzeit die Dominikaner selbst über die Grenze nach Haiti gehen, um die Illegalen dort abzuholen. Manchmal werden die Illegalen dann in Häusern in den Ortschaften um Dajabón bis zu ihrem Weitertransport untergebracht.

Auf der anderen Seite versuchten haitianische Beamten, ihre Landsleute von der illegalen Überquerung der Grenze abzuhalten, sagt der Menschenschmuggler.

Die dominikanische Einwanderungsbehörde (Migración) bringt derzeit jeden Tag zwischen drei und fünf Busse voll mit illegalen Haitianern anch Dajabón, wo sie zurück in ihr Land geschickt werden. Viele von ihnen versuchen es am nächsten Tag erneut.

 

15. Januar 2018 · Quelle: El Día

Donald und die "Dreckslöcher"

Der amerikanische Präsident ist allgemein bekannt für seine nicht zimperliche Ausdrucksweise. Nur sorgte er wieder einmal für internationale Empörung, weil er Haiti, El Salvador und mehrere afrikanische Staaten als “Dreckslöcher” (shitholes) bezeichnet haben soll. Dieser Ausdruck soll während einer Sitzung zum DACA-Programm (Deferred Action for Childhood Arrivals) laut einer Meldung der “Washington Post” und einer späteren Bestätigung der “Los Angeles Times” gebraucht haben, als er sich beschwerte, er hätte es lieber, wenn die Immigranten aus Ländern wie Norwegen kämen und nicht aus den Dreckslöchern in Afrika, Haiti oder El Salvador. Der demokratische Senator Richard J. Durbin, der bei der Sitzung

anwesend war, bekräftigte, dass Trump diese Worte benutzt habe, was der Präsident nach zwölf Stunden in einem Tweet aber abstreitet. Er bestätigt, bei der Diskussion über Einwanderung “harte” Worte benutzt zu haben, aber nicht “shitholes”.

Wie vorhersehbar, kamen Proteste aus aller Welt. Die Afrikanische Union erklärte in Addis Abeba, die Worte Trumps seien “verletzend” und “verstörend”. Der Hochkommissar der Vereinten Nationen, Rupert Colville, nannte die Ausdrücke Trumps “skandalös und beschämend” für die USA. Sie umfassten die schlimmste Seite der Menschheit, die Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bestätigen fördern.

Der haitianische Botschafter in den USA, Paul Altidor, wies die Vorwürfe zurück. Die Aussagen seien eine Provokation, basierend auf Stereotypen. Er erinnerte an die Haitianer, die im Unabhängigkeitskrieg (1775 bis 1783) an der Seite von Amerikanern gekämpft haben und an die Beiträge, die emigrierte Haitianer auch heute für die amerikanische Gesellschaft leisten.

Trump wiegelte später ab. Er habe sich nie abfällig gegen Haitianer geäußert, aber Haiti sei offensichtlich ein armes Land mit vielen Problemen. Allerdings hatte Trump bereits im Dezember für Schlagzeilen gesort, als er sagte, alle Haitianer hätten Aids.

Und auch aus Norwegen, von wo jährlich nur etwa 1.000 Bürger in die USA auswandern, gab es Reaktionen. Warum sollte ein Norweger in die USA auswandern, wo die Lebenserwartung vier Jahre weniger ist?  Warum sollte sich ein Norweger der Gefahr aussetzen, dass sein Kind erschossen wird? Die norwegischen Kinder hätten eine bessere Schulbildung und müssten ihr Berufsleben nach dem Studium nicht mit einem Schuldenberg beginnen. Außerdem ist in Norwegen jeder krankenversichert.

 

12. Januar 2018 · Verschiedene Quellen

Kindersterblichkeit_untragbare_Zustände

Kindersterblichkeit gestiegen

Die 35 Organisationen, die in der Allianz für das Recht auf Gesundheit (Alianza por el Derecho a la Salud - Adesa) zusammengeschlossen sind, haben angeklagt, dass 2017 in der Dominikanischen Republik 2.835 Kinder und 188 schwangere Frauen, oder solche, die gerade geboren haben, auf Grund der “Mängel in den Krankenhäusern und der Nachlässigkeit der Regierung” gestorben sind. Diese Zahlen bedeuten einen Anstieg der Kindersterblichkeit um neun Prozent und des Todes im Kindsbett um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt die Dominikanische Republik auf dem zweitschlechtesten Platz bei Kinder- und

Müttersterblichkeit in Lateinamerika und der Karibik. Vor zwei Jahren lag man noch auf dem viertletzten Platz.

Auf einer Pressekonferenz sagte ein Sprecher der Organisation: “Das ist schwerwiegend, schmerzhaft und inakzeptabel in einer Gesellschaft, die nicht genug damit prahlen kann, dass ihre Wirtschaft in einem Rhythmus von fünf Prozent jährlich wächst.”

“Laut Daten des Gesundheitsministeriums starben 2017 insgesamt 2.835 Babys, 270 mehr als 2016, als der Tod von 2.565 Babys gemeldet wurde, 80 Prozent von ihnen jünger als 28 Tage. Jeden Monat starben 236 Kinder, das bedeutet, jeden Tag wurden 7,8 Kindstote gemeldet.”

2016 starben 168 Mütter während und nach der Geburt, 2017 waren es 188. Todesursache war bei 39,34 Prozent hypertensive Störungen (Präeklampsie), Blutvergiftung oder Infektionen (27,87), hämorrhagischer Schock (17,21) und Schwangerschaftsabbruch (3,28 Prozent) sowie andere Gründe (12,3 Prozent).

Zu den strukturellen Ursachen von Todesfällen bei Müttern und Kindern gehören Mangelernährung, Armut, geringe staatliche Investitionen in die Gesundheit, Verschlechterung der Krankenhausleistungen, fehlende Erstversorgung in Armenvierteln und auf dem Land, Mangel an Ausrüstung und Vorräten und die geringe Qualität der medizinischen Versorgung.

In den Krankenhäusern fehlt es an Personal und Ausrüstung, Medikamenten und der Grundversorgung wie Sauerstoffgeräte, Betten für Babys und Tragen, Tomographen, Fäden zum Nähen sowie Intensivstationen, wird von den Organisationen beklagt.

All dies "als Ergebnis eines privatisierten Gesundheitsmodells in dem Korruption, Unordnung, Politisiererei und Profitgier vor dem Recht auf Gesundheit stehen.”

Zudem wurden viele Kinderkrankenhäuser und öffentliche Entbindungskliniken gleichzeitig ohne jede Planung umgebaut, wie die Entbindungsstation Nuestra Señora de la Altagracia in der Hauptstadt und das Arturo Grullón Kinderkrankenhaus in Santiago, wo 2017 die meisten Kinder und Frauen starben.

Das abgebildete Foto wurde 2014 vom Gesundheitsministerium als echt bestätigt. Es sei ein ein Jahr altes Foto aus dem Kinderkrankenhaus Nuestra Señora de la Altagracia. Aber diese Zustände gebe es nicht mehr, versicherte das Ministerium.

 

10. Januar 2018 · Quelle: Z101

Schule_Unterricht_zu_spät_Feiertage

Wenig Lust auf Schule

Es ist wie ein Naturgesetz, das nicht beeinflusst oder geändert werden kann: An den ersten beiden Schultagen nach den Ferien kommt nur ein Teil der Schüler in den Unterricht. Alle Aufrufe des Bildungsministers an die Eltern und die Durchsagen in Radio und Fernsehen, man möge doch bitte die Kinder bereits am ersten Tag zum Unterricht schicken, verhallen unbeachtet. Da ändert auch die von Präsident Danilo Medina ausgerufene “Revolución educativa” (Bildungsrevolution) nichts, in der der Bevölkerung nahe gebracht wird, dass Bildung wichtig für die Zukunft der Kinder ist.

So zeichnete sich bei einem Rundgang der Reporter der Tageszeitung “Listín Diario” in den Schulen der Hauptstadt Santo Domingo beim Schulstart nach den Weihnachtsferien am 8. Januar das übliche traurige Bild: eine zögerliche Rückkehr der Schüler an

ihre Schule. Laut Aussage der Schuldirektoren lag das auch am landesweiten Regen vom vergangenen Wochenende.

Während unterdessen die Lehrer und Direktoren an den Schulen im Gegensatz zu den früheren Jahren am ersten Schultag vollzählig erschienen waren, war der höchste von der Zeitung an einer Schule festgestellte Prozentsatz der zurückgekehrten Schüler in der Hauptstadt 54 Prozent.

In der Schule Virgen del Carmen, Sektor La Ciénaga, kamen 112 von 520 Schülern (21,53 Prozent), was nach Aussage von Direktorin María Martínez am Regen lag. “Normelerweise kommen nach den Feiertagen die meisten.”

An der Schule Domingo Savio in Los Guandules lag die Beteiligung bei 31,74 Prozent – von 734 Schülern kamen 233. Direktorin Graciela Hernández forderte mehr Kontrolle des Bildungsministeriums bei den Eltern.

Im kirchlich technischen Gymnasium Domingo Savio, auch Los Guandules, kamen 246 von 448 Schülern (54,91 Prozent), die aber drei Stunden vor Schulschluss nach Hause geschickt werden mussten, da am Mittag die Schülermahlzeit nicht geliefet wurde. Deisy Rodríguez, Direktorin der Ganztagsschule, erklärte dass das Nationale Institut zum Schülerwohl (Instituto Nacional de Bienestar Estudiantil - Inabie) im vergangenen Jahr den Lieferanten der Schülermahlzeiten nicht bezahlt hat.

Ähnliche Zahlen zeigte auch die anderen besuchten Schulen: Schule República de Haití im Ensanche Luperón: 145 Schüler von 585 (24,78 Prozent), während es an der Schule República Dominicana in Villa Juana 726 von 1.423 Schülern waren (51 Prozent).

 

9. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario

haitianische_Mutter_Krankenhaus_erstes_Baby

Haitianerinnen kommen zum Gebären

Nachdem seit einigen Monaten die Wellen im Land ob der Tatsache hoch schlagen, dass viele schwangere Haitianerinnen in die Dominikanische Republik kommen, um hier ihr Kind zu gebären, war bezeichnenderweise auch das erste im neuen Jahr in der Dominikanischen Republik in der Mutter- und Kindklinik San Lorenzo in Los Mina in Santo Domingo geborene Kind der Sohn einer haitianischen Mutter (Foto).

In der Meldung dazu in der Tagezeitung “Listín Diario” heißt es verzerrend: 55 Prozent der Gebärenden 2017 in den beiden Krankenhäusern Virgen de la Altagracia und San Lorenzo in Los Mina waren Haitianerinnen und Minderjährige. Aufgeschlüsselt waren es dann 27,5 Prozent Minderjährige (302 unter 15 Jahre alt) und 24,8 Prozent Haitianerinnen.

Auch bei der Zahl der bei der Geburt verstorbenen Mütter wird Stimmung gemacht: 30 Prozent davon sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Altagracia Guzmán Marcelino Haitianerinnen. Das liege daran, dass sie in ihrem Land nie bei einem Arzt waren oder Vorsorgeuntersuchungen machten, was häufig zu einer komplizierten Geburt führe.

Durch die schlechte Lage im Gesundheitssystem Haitis organisieren Menschenhändlerringe Geburtsreisen ins Nachbarland, wo die Schwangeren eine bessere Behandlung erwarten. Unsinn ist die Behauptung, die Haitianerinnen kämen nur, damit ihre Kinder dominikanische Dokumente erhalten. Laut Gesetz ist das nicht möglich.

 

4. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario

verlassene_Tote_einsam_sterben

Verlassene Tote

Wenn jemand stirbt, wird in der Dominikanischen Republik im Kreis der Familie, der Nachbarn und der Freunde ausgiebig und mitfühlend getrauert. Der oder die Verstorbene wird bis zum Tod von seinen Angehörigen besucht und getröstet. Normalerweise. Doch es gibt auch Fälle, in denen ein Kranker einsam und verlassen vor sich hinsiecht und sich am Ende niemand findet, der nach der Leiche verlangt, um sie würdig zu beerdigen.

Wie kommt das in einem Land, in dem die Familie einen so hohen

Stellenwert hat? Häufig sind es Kinderlose, Menschen, deren Familie im Ausland lebt, und Unfallopfer oder Kranke, die vor ihrem Tod lange im Krankenhaus liegen, und deren Familien zu arm sind, um für die Kosten aufkommen zu können.

Clarence Veras, zuständig für Public Relations im Universitätshospital Dr. Darío Contreras, sagt, das sei eine schwierige Lage für die Krankenhäuser. Im Schnitt liege die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus starben, die aber niemand abholen will, im Jahr 2017 bei fünf oder sechs Patienten pro Monat, zwischen 60 und 72 im Jahr. Dann muss das Krankenhaus für die Beerdigungskosten aufkommen, die bei run 5.000 Pesos liegen.

Veras sagt, das sind Patienten, die von jemandem gebracht werden oder über das Notrufsystem 9-1-1 eingeliefert werden, viele ohne Dokumente. In den Medien wird dann aufgerufen, die Person zu identifizieren. Meist werden die Verwandten ausfindig gemacht, aber häufig weigern sich diese, sich um den Kranken zu kümmern. Meist aus finanziellen Gründen. “Es gibt Familien, die kommen, sehen den Toten und sagen: Kümmert ihr euch um den. Wir haben kein Geld.”

Je nach Krankenhaus bleibt der einsame Tote zwischen drei und 15 Tage in der Leichenhalle, in der Hoffnung, dass doch noch jemand kommt, um ihn zur Beedigung abzuholen. Wenn neimand kommt, wird der Tote meist anonym begraben. Vorher werden seine Daten aufgenommen und er wird fotografiert und bekommt eine Nummer, für den Fall, dass doch noch jemand kommt, der ihn begraben will.

Besonders traurig ist es bei Babys. Laut Angaben des Mütter- und Kinderkrankenhauses San Lorenzo im Stadtteil Los Mina in Santo Domingo starben 322 Babys, 159 vor und während der Geburt, 163 nach der Geburt. Von diesen toten Babys wurden 80 Prozent – 256 – von niemandem abgeholt, um sie zu beerdigen. Die Leiche des Babys wird dann zehn Tage aufbewahrt, in der Hoffnung, dass die Mutter oder ihre Familie doch noch kommt. Danach werden sie vom Krankenhaus auf dem Friedhof Cristo Salvador beerdigt.

“Es ist ein Drama”, sagt Clarence Veras zu den Patienten, die die letzten Tage ihres Lebens verlassen sind.

 

3. Januar 2018 · Quelle: acento

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Demokratie ein "falsches Modell"?

Tausende Evangelisten versammelten sich wie jedes Jahr am 1. Januar im Olympiastadion in Santo Domingo, um die “Batalla de la Fe”, die inzwischen 54. Schlacht des Glaubens zu schlagen. Dieses Mal stand die Predigt von Pastor Ezequiel Molina, dem Organisator des Events, unter dem Thema “Falsches Modell”.

Der Führer der dominikanischen Evangelisten geißelte in seiner Predigt die “verdammte Korruption”, die nicht ausgelöscht werden kann in dem Modell Demokratie, das fehlerhaft geboren wurde.

Dennoch müsse sie bekämpft werden. Das Rechtswesen müsse zur Bekämpfung der Kriminalität gestärkt werden. Heute gebe es eine liberale Justiz, die den Verbrechern zu Gute komme. Und wenn ein Verbrecher vor Gericht kommt, werde er nicht verurteilt, weil der Richter unter Druck steht und er nicht frei entscheiden darf. “Und was tun die Verbrecher? Sie verspotten die Gesellschaft, die Polizei und jeden, wie sie Lust dazu haben. Denn wer Hand an einen Verbrecher legt, hat ein internationales Problem.” Schuld daran seien die Vereinten Nationen mit ihren Organisationen. Das sei “unsere” Justiz im 21. Jahrhundert.

Die demokratischen Wahlen sind laut Pastor Molina nur ein Geschäft, in dem Stimmen und Posten verkauft und gekauft werden. Meistens gewinnt derjenige, der am meisten Geld hat. Auch sprach es sich vehement gegen die Wiederwahl des Präsidenten aus. Jeder Politiker habe einen Zauberstab, mit dem er die Probleme der Armen lösen wird. Aber nachdem er gewählt ist, sehe die Sache anders aus.

Aber auch in den Familien gibt es “falsche Modelle”, in denen die grundsätzliche und originale Rollenverteilung einer angeblichen Gleichheit der Geschlechter weichen, was zu einer schwereren Last und zum Leiden der Frauen führe und zu einem Anstieg der Frauenmorde.

Nicht fehlen durfte die Kritik an Homosexuellen. Bald werde es keine Ultraschalluntersuchungen mehr geben, da das Geschlecht des Kindes nicht mehr nach der Natur gehe, sondern danach, wozu es Lust habe.

Der Pastor rief die Jugendlichen dazu auf, die Nationalflagge und das Wappen zu verteidigen und nicht auf die falschen Patrioten zu hören, die das Erbe verleugnen und das Wappen mit seiner Inschrift “Gott, Vaterland und Freiheit” modifizieren wollen. Wenn das erreicht wird, sei das das Ende der Dominikanischen Republik, wetterte der Pastor.

 

2. Januar 2018 · Quellen: Listín Dario, Diario Libre, El Día

Pistole_Motorrad_Überfall_Gewalt_Raub

Herausforderungen 2018

Wegen der anhaltend hohen Kriminalität fühlen sich die dominikanischen Bürger unsicher. Trotz Beruhigungen von offizieller Seite steht die Sorge um die persönliche Sicherheit an oberster Stelle.

Der Sicherheitsexperte Elpidio Báez, Abgeordneter der Regierungspartei PLD, sagt, die Zahlen der Morde liege praktisch gleich hoch wie im Vorjahr 2016. Aber die kriminellen Handlunge seien um sechs Prozent gestiegen. In Wahrheit sei diese Zahl aber höher, so Báez, da viele Bürger Verbrechen nicht mehr melden, “weil sie überzeugt sind, dass die Anzeige eines Raubs, eines Überfalls,

eines sexuellen Übergriffs verlorene Zeit ist, weil die Behörden das nicht angemessen verfolgen”.

Insgesamt wurden vergangenes Jahr von Januar bis September 1.198 Menschen ermordet. 982 davon an öffentlichen Orten, 135 zu Hause. Die Morde an der Partnerin oder einer Ex-Partnerin lag trotz massiver Kampagnen offiziell bei 76 registrierten Fällen, was jedoch bei täglicher Lektüre der Meldungen in den Medien deutlich geschönt scheint. Doch auch so liegt diese beschämende Zahl um 15 Prozent höher als im Jahr zuvor.

Die Zahl der Raube von Schusswaffen, wobei meist Polizisten die Opfer der Kriminellen sind, die sich unter anderem auf diese Art ihre Waffen besorgen, stieg von 2016 auf 2017 um 14 Prozent. Insgesamt erbeuteten die Verbrecher 555 Schusswaffen.

Eine der großen Herausforderungen des Staates für 2018 ist laut Elpidio Báez die Stärkung der Polizei und des Militärs. “Die Polizei muss technisch aufgerüstet werden und die Arbeitsbedingungen verbessert und der Lohn der Polizisten erhöht werden, damit die Polizei wieder das Vertrauen zurückgewinnt, die diese Institution haben sollte.”

Auch das Justizsystem stehe vor großen Herausforderungen, da durch schlecht vorbereitete Protokolle die Angeklagten, oft in Verbrechen verwickelt, problemlos wieder frei kommen.

Die überfüllten Gefängnisse führen laut dem Sicherheitsexperten zu einer sehr hohen Rückfallquote. So sei das Gefängnis La Victoria für weniger als tausend Gefangene konzipiert, aber es seien mehr als 8.000 Häftlinge inhaftiert. 2018 müsse dieses Gefängnis geschlossen werden und die Gefangenen in das neue Gefängnismodell eingegliedert werden, fordert Báez.

Die im vergangenen Jahr konfiszierte Menge an Drogen sei Besorgnis erregend, sagt Báez. Es müsse eine Strategie gefunden werden, damit das Land nicht zu einem Markt für illegale Geschäfte verkommt. Bis September haben die Behörden laut Angaben der Nationalen Drogenkontrollbehörde (DNCD) 11.091 Kilo Kokain und Marihuana konfisziert, wobei wie üblich alles in einen Korb geworfen wird. Ungenau auch die Angaben über Crack, Heroin und Haschisch, die für 2017 mit 35.819 Kilo angegeben sind, bei den Angaben für 2016 sind es jedoch Gramm. Tatsache ist jedoch, dass in extremer Häufigkeit immense Mengen von Kokain gefunden werden. So am letzten Tag des Jahres 2017 mehr als 1.500 Pakete mit Kokain auf einem Schiff. Ein Paket enthält normalerweise ein Kilo dieser Droge.

Um dieses Panaorama zu ändern, braucht es nach Ansicht des Abgeordneten mehr politischen Willen, damit mehr als bisher erreicht wird.

 

1. Januar 2018 · Quelle: Diario Libre

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