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Bernsteinmuseum in Puerto Plata

Durch seine warme Schönheit wird der Bernstein seit Tausenden von Jahren als wertvolles Material geschätzt.

Im Jahr 1982 gründete die italienischstämmige Familie Costa in der Villa Bentz in Puerto Plata das Bernsteinmuseum, um ihre Privatsammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Es sind wunderschöne Stücke ausgestellt. Die wertvollsten sind die Harzklumpen, in denen Insekten oder sogar Echsen eingeschlossen sind. Insekten, die vor 30 bis 60 Millionen Jahren wahrscheinlich den damals noch nicht existierenden Menschen ebenso die Abende vergällt hätten, wie es deren Nachfahren heute so gerne mit uns tun.

 

Nach Renovierungsarbeiten in den Verkaufsräumen ist das Museum jetzt wieder auf beiden Stockwerken zugänglich. In den oberen Räumen sind etliche der kleinen Preziosen zu bewundern und im Erdgeschoss kann man dekorative Schmuckstücke erstehen.

 

Die meisten Geschichten von hier beginnen mit Christoph Kolumbus. So auch die des Bernsteins.

Als Kolumbus 1492 auf der Insel Hispaniola (die heutige Dominkanische Republik und Haiti) landete, war er nicht schlecht überrascht, als ihm der Taíno-Prinz, dem er seine wertvolle baltische Bernstein-Halskette schenkte, ihm zum Tausch seine Schuhe überreichte, die mit karibischem Bernstein verziert waren.

In der Alten Welt wurde Bernstein seit Jahrtausenden hoch gehandelt. Schon die Phönizier tauschten mit den baltischen Stämmen Waren gegen Bernstein. Es existierten “Bernstenstraßen”, auf  denen  die wertvolle Ware von der Ostsee quer durch Europa bis in den Fernen Orient transportiert wurden.

Früher wurde Bernsteinpulver bei Nieren-, Leber- und Gallenleiden und allegmeinen Leiden des Verdauungssystems innerlich angewandt.

Im Mittelalter wurden Bernsteinketten zum Schutz vor Hexen und Dämonen angelegt. Und selbstverständlich spielt er auch in der Esoterik eine Rolle – als Heil- und Schutzstein, der Ängste nehmen und Lebensfreude schenken soll. Er soll lange ohne Unterbrechung direkt auf der Haut getragen werden. Laut Steinheilkunde sendet er “positive Schwingungen” aus.

 

Ab dem 19. Jahrhundert rieb man sich bei Rheumaleiden mit Bernsteinöl ein. Babys legte man Bernsteinketten in die Wiege, die das Zahnen erleichtern sollten.

Hier in der Dominkanischen Republik spielte der Bernstein keine große Rolle. Man fand ihn in Bächen oder in der Erde.  Wegen seines rauen und kräftigen Geruchs wurde er zu Pulver zerrieben und als Anti-Moskito-Mittel verwendet.

 

Erst mit der Familie Aldo und Didi Costa, die aus Bologna nach Puerto Plata kam, begann das Interesse für dominkani-schen Bernstein zu erwachen. Die Dame des Hauses, Didi Costa, wollte eigentlich in ihrer Freizeit das lokale Kunsthandwerk studieren, begeisterte sich aber schnell für den Bernstein und begann damit zu handeln.

 

Eine Gruppe deutscher Geologen arbeitete mit ihr zusammen, dadurch entstanden Verbindungen zu europäischen Universitäten und amerikanischen Forschern, die die Insekten im Bernstein interessierten und diese genauer untersuchten.

Aber die schönsten Stücke behielt Frau Costa für sich, um sie zu sammeln.

Im Jahr 1977 konnte die Familie die Villa Bentz in der Calle Duarte im Zentrum von Puerto Plata erwerben und richtete darin das heute weltweit bekannte Bernsteinmuseum ein, um die schönsten Stücke in dem kleinen Ausstellunsraum der Öffentlichkeit  präsentieren zu können.

 

Der Bernstein

 

Bernstein ist kein echter Stein, sondern versteinertes Harz, in der Dominikanischen Republik 30 bis 60 Millionen alt. Baltischer Bernstein kann sogar 260 Millionen Jahre alt sein. 99 Prozent der Weltproduktion kommt heute aus dem Baltikum.

Den sehr seltenen und sehr teuren blauen Bernstein findet man nur hier.

 

Es ist viel gefälschter Bernstein aus Plastik im Umlauf. Den echten kann man daran erkennen, dass er in Süßwasser (zum Beispiel Leitungswasser) sinkt, in einem Glas mit zwei Teelöffeln Salz aber schwimmt. Plastik schwimmt auch auf Salzwasser, wohingegen falsche Steine und Glas darin versinken. Eine andere Art ist, ihn unter UV-Licht zu halten, dort fluoreziert echter Bernstein weiß-blau, Plastik nicht.

 

Das Bernsteinmuseum

 

Sie finden das Bernsteinmuseum (Museo de ámbar) im Zentrum von Puerto Plata, etwa 100 Meter von dem Parque Central in der Calle Duarte 61.

Eintrittskarten zu 50 Pesos gibt es an dem Stand vor dem Eingang.

Öffnungszeiten von Montag bis Samstag von 9 Uhr morgens bis 18 Uhr.

Im Erdgeschoss gibt es verschiedene Stände, an denen man Schmuckstücke und Bernstein in verschiedenen Größen und Preislagen erstehen kann.

Artikel in LA PLAYA Ausgabe 3 vom 30. September 2009

Angaben zu Preisen und Öffnungszeiten sind von damals.