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Unter starkem Polizeischutz an den Kreuzungen rund um den Nationalpalast und davor formierte sich die erste Demonstration der Protestbewegung "Marcha Verde" (Grüner Marsch) in diesem Jahr, die sich den Kampf gegen Korruption und Straffreiheit in der Dominikanischen Republik auf die Fahnen geschrieben hat.

Auch ein Jahr nach Beginn der Proteste des Marcha Verde ist noch keiner der Politiker oder Geschäftsleute, denen Korruption vorgeworfen wird, vor Gericht oder in Haft. Im aufsehenerregendsten

Fall, dem des brasilianischen internationalen Baukonzerns Odebrecht, der nach eigenen Angaben 92 Millionen Dollar Schmiergelder an dominikanische Politiker bezahlt hat, um an lukrative Aufträge zu kommen, tritt die Staatsanwaltschaft weiter auf der Stelle. Trotz dass Brasilien die angeforderten Dokumente geliefert hat, sei es sehr kompliziert, eine Anklage zu erheben. Die 14 bisher genannten Beschuldigten sind alle nach Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß.

Ähnlich sieht es im Korruptionsfall der Abfangjäger Tucanos aus, für die an den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer weit überhöhte Preise gezahlt wurden. Auch hier sind die Namen bekannt. Auch geht nichts weiter. Dasselbe gilt bei den anderen bekannt gewordenen Korruptionsfällen.

Es kamen wieder Tausende, aber es war deutlich zu sehen, dass es weniger Demonstranten waren als früher. Dennoch war die Stimmung gut und es wurde getrommelt und gesungen. Es wurden Slogans gegen Präsident Danilo Medina, gegen die Minengesellschaft Falcondo oder die Frauenmorde und Kriminalität skandiert. Unter den Demonstranten fanden sich auch einige Oppositionspolitiker wie Max Puig, Vorsitzender der Alianza por la Democracia (APD), Minou Tavárez Mirabal, Vorsitzende der Opción Democrática, oder Claudio Caamaño Vélez, Ex-Kandidat der Alianza País zum Abgeordnetenhaus. Auf einem Plakat wird US-Präsident Trump aufgefordert, den Korrupten die Visa zu entziehen, wie es bereits mit dem Geschäftsmann Angel Rondón geschah, der von Odebrecht die Bestechungsgelder angenommen haben soll.

Es wurde ein politischer Prozess gegen Präsident Medina gefordert, der mit dem internationalen Verbrecher João Santana zusammengearbeitet habe, der inzwischen in Brasilien in Haft sitzt. Medina sei derjenige, der das ganze Korruptionssystem decke.

"Marcha Verde" forderte einen tief greifenden Wechsel im dominikanische Justizsystem, damit all diese Korruptionsfälle nicht ungestraft bleiben.

Nach der Nationalhymne zum Abschluss löste sich die Demonstration schnell und friedlich auf.

 

28. Januar 2018 · Quellen: Diario Libre, acento und andere

Mit dem Datum 26. Januar hat die Zivile Luftfahrtbehörde (Junta de Aviación Civil de la República Dominicana - JAC) der dominikanischen Fluglinie PAWA Dominicana (Pan America World, Airways Dominicana S.A.) den Flugbetrieb für 90 Tage untersagt. Grund ist die Nichteinhaltung “wirtschaftlicher Verpflichtungen”.

Der einstimmig gefasste Beschluss der Agentur erfolgte auf Grund

der Meldungen des Dominikanischen Instituts für Zivilluftfahrt (IDAC) sowie des Flughafenbetreibers Aeropuertos Dominicanos Siglo XXI (AERODOM) wegen Nichtzahlung von Luftfahrt- und Flughafengebühren und Dienstleistungen durch die einzige dominikanische Fluggesellschaft.

Die JAC gab bekannt, dass ihr Personal auf dem Flughafen von Santo Domingo die betroffenen Fluggäste über die Annullierung ihrer Flüge informieren und beraten wird. Betroffene Kunden können die Nummer 809-689-4167 anrufen.

Am Montag, 29. Januar, protestierten Dutzende der sitzen gebliebenen Fluggäste auf dem Internationalen Flughafen AILA und verlangten eine Lösung. PAWA protestierte ebenfalls gegen den Beschluss der JAC. Dieser beschädige das Wachstum dieser Industrie. “PAWA Dominicana bekräftigt, dass sie in der Lage ist, Schulter an Schulter mit der JAC und den öffentlichen Institutionen zu arbeiten, um den bestmöglichen Service als Fluggesellschaft unter dominikanischer Flagge zu bieten, und wir hoffen, dass diese Sperre aufgehoben werden kann, um Tausende Passagiere zu bedienen, die in den kommenden Tagen mit uns reisen werden.”

 

27. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario, Z1

Es klingt nach biblischen Zeiten und Mittelalter, nach armseligen Figuren in schmutzigen Lumpen, die sich in Höhlen verstecken. Lepra - die Aussätzigen. Doch obwohl die Krankheit zu heilen ist, leiden heute noch weltweit vier Millionen an dieser entsetzlichen, entstellenden Seuche. Jährlich infizieren sich 220.000 Menschen neu. Diese Zahlen wurden zum Welt-Lepra-Tag bekannt, der jährlich am letzten Sontag im Januar begangen wird.

Lateinamerika liegt nach Asien an zweiter Stelle mit 27.000 Neuinfektionen pro Jahr. Die meisten Fälle gibt es in Brasilien mit 25.218, in Indien sind es 130.000. Doch auch in der Dominikanischen Republik infizierten sich vergangenes Jahr 125 Menschen neu an Lepra. Insgesamt gibt es in 24 der 35 Länder Amerikas Leprakranke.

Selbst in den USA gab es im vergangenen Jahr 168 Neuinfektionen von Lepra.

Im 17. Jahrhunderte gingen die Lepra-Fälle drastisch zurück, weshalb die Krankheit aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwand. Da es eine Krankheit der Ärmsten ist, hatte auch die Pharmaindustrie kein besonderes Interesse an der Seuche. Und selbst nach 2.000 Jahren weiß man immer noch nicht genau, wie die Krankheit übertragen wird. Vermutet wird eine Tröpfcheninfektion. Es gibt keine Impfung oder Schnelltests. Lepra hat eine lange Inkubationszeit (zwischen neun Monaten und 20 Jahren), zudem ist ein Großteil der Weltbevölkerung resistent. „Warum das so ist, ist wissenschaftlich überhaupt nicht geklärt. Wahrscheinlich tragen viele Menschen den Erreger weiter, ohne jemals zu erkranken, können aber andere anstecken”, sagt Jürgen Hövekenmeier, Sprecher der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW).

Entgegen landläufiger Vorurteile sind lepratypische Behinderungen, wie verstümmelte Gliedmaßen, kein Symptom, sondern eine Spätfolge nicht behandelter Entzündungen. Der Erreger befällt die Nerven und tötet sie ab. Infektionen werden wegen der Taubheit nicht bemerkt und entzünden sich immer weiter.

Zum diesjährigen Welttag gegen Lepra hat sich die Panamerikanische Gesundheitsbehörde (PAHO, span.: OPS) auf die Förderung der Prävention von Behinderungen bei Kindern konzentriert, da zwischen 2016 und 2017 bei insgesamt 1.761 Kindern diese Krankheit diagnostiziert wurde. 38 von ihnen haben eine sichtbare Behinderung.

 

28. Januar 2018 · Quellen: Listín Diario, acento und andere

Der Minister für Polizei und Inneres, Carlos Amarante Baret, gab die Zahl der Morde in der Dominikanischen Republik bekannt. Demnach wurden in diesem karibischen Land 448 Menschen umgebracht. 2016 waren es noch 553. Die Behörden schreiben dies der “Anstrengung” der Regierung in den Vierteln mit hoher Bevölkerungsdichte zu und der erhöhten Wachsamkeit der Nationalen Polizei.

Amarante Baret sagte: “Die Wahrheit ist, dass die dominikanische Regierung daran arbeitet, das Thema der Bürgersicherheit in diesem Land zu verbessern. Sie arbeitet an der Stärkung und

Professionalisierung der Polizei, den Arbeiten sowie den sozialen Interventionen in der Nachbarschaft.”

Mit 80 Morden pro Tag hat Mexiko indessen 2017 einen neuen Rekord aufgestellt. Die offizielle Zahl liegt bei 29.168, die höchste seit den Aufzeichnungen der vergangenen 20 Jahre, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum ersten Mal wurde dabei die Zahl der Morde an Frauen getrennt angegeben: 671.

Eine Mode in Mexiko, die zum Glück bislang noch nicht bis hierher durchgedrungen ist, sind die Fälle der bekannt gewordenen Entführungen (1.390) und Erpressungen (5.786).

 

27. Januar 2018 · Quelle: Diario Libre

NAtionalheld_Dominikanische_Republik_Unabhängigkeit

Am 26. Januar feiert die Dominikanische Republik den Geburtstag ihres Gründers Juan Pablo Duarte. Dieser Tag fällt 2018 auf einen Freitag und wird von der Regierung auf den kommeneden Montag, 29. Januar, verlegt damit die dominikanischen Familien ein langes Wochenende zum Feiern haben.

Juan Pablo Duarte war einer der Ideengeber und Kämpfer für die Verwirklichung einer unabhänigen Republik in dem östlichen Teil der Insel Hispaniola, der Anfang des 19. Jahrhunderts eine völlig vernachlässigte spanische Provinz war und 1801 zuerst von französischen Truppen besetzt wurde, dann kurzzeitig von Spanien zurückerobert wurde, um 1821 erstmals für ein paar Monate unabhängig zu werden, bevor Haiti es von 1822 bis 1844 besetzte.

Duarte wird heute als der Gründervater der Dominikanischen Republik gesehen, der das Land von der haitianischen Besetzung befreite. Deshalb wird er gerne von dominikanischen Nationalisten als beispielhafter Held benutzt, der den bösen Feind im Westen der Insel vertrieb, welcher aber seither alles versuche, um die Dominikanische Republik wieder in seine Gewalt zu bringen. Dabei war Duarte kein Rassist, denn er wollte eine Demokratische Republik, unter deren Flagge alle Rassen gleichberechtigt leben können, ohne die Bevorzugugung oder Benachteiligung einer von ihnen. Sein Gegner waren nicht die Haitianer als Volk, sondern die Besatzungsmacht Haiti.

Lesen Sie die Biografie Duartes auf den Sonderseiten - Juan Pablo Duarte.

dominikanisches_Bildungssystem_Lehrer_Test

Die Ergebnisse der ersten Auswertung von 55.435 Lehrern des öffentlichen Schulsystems durch das Bildungsministerium (Minerd) zeigte, dass die große Mehrheit mit “gut bis sehr gut” abschnitt. 39 Prozent der dominikanischen Lehrer sind demnach “gut”, 38 Prozent “sehr gut” und vier Prozent sind sogar “exzellent”. Die restlichen 19 Prozent sind noch “verbesserungswürdig”.

Die Bewertung dieser ersten Analyse fußte auf fünf Punkten: Beobachtung der Klasse, Planung, Ausübung der beruflichen Leistung, Bewertung durch den Direktor und Selbstbewertung.

Bildungsminister Andrés Navarro (Foto: Mitte) sagte: “Jetzt wissen wir ziemlich genau über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Chancen und Herausforderungen, die die verschiedenen regionalen und Bildungsbezirke des Landes hinsichtlich der Qualität des Unterrichts und im Allgemeinen der Unterrichtsleistung haben. Die Herausforderung besteht jetzt darin, dass das Bildungsministerium allen Menschen die notwendigen Mittel zur Verfügung stellt, damit sie ihre Arbeit besser machen können, und wir sind sicher, dass dies auch so sein wird.”

Die zweite Phase der Untersuchung beginnt am 1. Februar und dauert acht Wochen. Sie wird die Klassenlehrer einschließen, die ihre Bewertung in dieser ersten Phase noch nicht abgeschlossen haben, sowie weitere 21.406 andere Lehrkräfte.

 

24. Januar 2018 · Quelle: Diario Libre

dominikanischer_Schriftsteller_Kommentator_Preiisträger

Der Kommentator der Radiosendung “Gobierno de la Tarde”, Andrés L. Mateo, sagte, dass Berichte von Oxfam, dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IADB) aufgedeckt haben, dass das dominikanische Wirtschaftsmodell andauernde Ungerechtigkeit produziert. Es schaffe keine neuen Arbeitsplätze und konzentriert den Reichtum immer mehr in den Händen weniger Familien, die die Produktion kontrollieren.

Er hob hervor, dass die Bewegung “Marcha Verde” sich die Notwendigkeit, dieses Wirtschaftsmodell zu revidieren, auf die

Fahnen geschrieben hat, sowie die Forderung, die patrimoniale Konzeption des Staates zu beenden.

Mateo sagte, Tag für Tag mehr gehe der ethische und moralische Bezug der öffentlichen Handlungen verloren: “Hier wird der abgefeimte und einschmeichelnde Typ als sozialer Referent angesehen, da sich die Werteskala verändert hat, weil es die Banditen und diejenigen sind, die die öffentlichen Reichtümer unter den Nagel reißen, die im sozialen Rang oben stehen, und auch das hat 'Marcha Verde' ans Tageslicht gebracht.”

Der Kommentator, der auch Schriftsteller, Literaturkritiker, Doktor der Philosophie und Professor ist und unter anderem 2004 den Nationalen Literaturpreis gewann, rief die Bevölkerung dazu auf, sich am 28. Januar am “Marcha Verde” zu beteiligen, der in der Umgebung des Nationalpalastes sein einjähriges Jubiläum im Kampf gegen Korruption und Straffreiheit im Land begeht.

 

23. Januar 2018 · Quelle: Z1

Solenodon_Spitzmaus_Aussterben_Rote_Liste

Eine der sonderbarsten Spezies, die es nur auf der Insel Hispaniola gibt, ist der Almiquí oder dominikanische Schlitzrüssler (Solenodon paradoxus). Zusammen mit dem Jutía (Plagiodontia aedium), einer Baumratte, ist dieses nachtaktive bis zu sieben Zentimeter lange Tierchen, wovon 2,5 Zentimeter der Schwanz sind, der einzige Überlebende der Säugetiere einer in historischen Zeiten vielfältigen Fauna auf der Insel.

Es gibt zwei Arten dieser Spitzmäuse auf der Insel. Sie werden

getrennt durch die Sierra de Neiba. Nördlich davon lebt der “Solenodon paradoxus paradoxus”, südlich der “Solenodon paradoxus woodi”, der auch in sehr geringer Zahl in Haiti vorkommt, allerdings nur auf der Tiburon-Halbinsel.

Seit seiner ersten Beschreibung im Jahr 1833 gilt der Almiquí als sehr selten und höchst gefährdet. Das dominikanische Umweltministerium und die Umweltstiftung Acción Verde wollen nun eine Kampagne zum Schutz dieses einzigartigen Tieres starten, nachdem es in letzter Zeit Berichte gab, dass dieses geschützte Tier gefangen wurde und Händler versuchten, es zu verkaufen.

Acción Verde will in den umliegenden Ortschaften in der Cordillera Septentrional, wo man gefangene Almiquís fand oder in freier Natur gesichtet hat, die Bevölkerung, die diese aus Ignoranz oder wegen fehlender Sensibilität fängt, über die Wichtigkeit dieser “lebenden Fossilien”, die seit etwa 60 Millionen Jahren auf Hispaniola leben, für die Umwelt sensibilisieren.

Man wolle aber nicht nur die gefangenen Tiere wieder in die Freiheit entlassen. “Unser Interesse konzentriert sich darauf, Aktionen anzustoßen, die unseren endemischen Spezies, von denen viele vom Aussterben bedroht sind, bessere Überlebenschancen erlauben. Die Bandbreite geht dabei über Fische wie den Biajaca, Vögel wie die Cotorra (grüner Papagei) oder Säugetiere wie dem Schlitzrüssler. Und dazu ist die Erziehung essenziell.”

Berichte über ihre Sichtung an verschiedenen Orten der Insel lassen die Umweltschützer hoffen, dass ihr Überleben und ihre Verteilung in den Ökossystemen der Insel gesichert werden kann.

 

23. Januar 2018 · Quelle: acento

Papst_Franziskus_Peru_Würde_der_Frau

Bei seinem Besuch in Puerto Maldonado im peruanischen Urwald während seiner Südamerika-Reise beklagte Papst Franziskus den Abschaum des sexuellen Sklaventums als Frucht des Machismus (Männlichkeitskult), der die Würde der Frau mit Füßen tritt.

Bei seiner ersten Station in diesem von der Welt vergessenen Ort, wie seine Bewohner während eines Treffens mit dem Papst sagten, warnte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor Menschenhandel, der in Wahrheit Sklavenhandel “für die Arbeit, sexuelle Sklaverei und Sklaverei aus Gewinnsucht” sei.

Die lokale Kirche hat Alarm geschlagen, weil die Ankunft von

Goldsuchern und der Ausbau von Minen in der Region die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und jungen Frauen gefördert habe. “Es schmerzt, festzustellen, dass auf dieser Erde, die unter dem Schutz der Mutter Gottes steht (der Name der Provinz ist Madre de Dios), so viele Frauen unterbewertet, gering geschätzt und zahllosen Gewalttaten ausgesetzt sind”, sagte der Papst. “Man darf die Rolle des Machismus nicht weiter fördern, der den Frauen in unserer Gesellschaft keine wichtige Rolle erlaubt.”

Eine weitere Anklage von Papst Franziskus war das “Versprechen, dass bestimmte Arbeiten der Armut ein Ende bereiten werden”, wie das Goldschürfen. "Das Gold kann sich in einen falschen Gott verwandeln, der Menschenopfer fordert.”

Der Papst sagte weiter: “Die falschen Götter der Gier, des Geldes und der Macht korrumpieren alles. Sie korrumpieren die Person und die Institutionen und sie zerstören auch den Wald.”

Allgemein erkannte der aus Argentinien stammende Papst: “Die Koruption: Wie viel Böses fügt dieser soziale Virus unseren lateinamerikanischen Ländern und den Demokratien dieses gesegneten Kontinents zu. Ein Phänomen, das alles infiziert, wobei die Armen und die Mutter Erde die am meisten Geschädigten sind.” Um gegen diese “soziale Geißel” zu kämpfen, sei Transparenz zwischen den öffentlichen Einheiten, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft nötig. “Und ich schließe die kirchlichen Institutionen nicht davon aus”, fügte der Heilige Vater an.

 

21. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario

Cholera_Haiti_Tote_Minustah_Pestilenz_Krankenhaus

Die tödliche Epidemie, die Haiti seit dem Sommer 2010 heimgesucht hat, kann laut Angaben von Unicef dieses Jahr besiegt werden. Pro Woche wurden im Januar nur noch 100 neue Cholera-Fälle gemeldet. Die niedrigste Zahl seit dem Ausbruch der durch nepalesische Soldaten der UN-Schutztruppe Minustah im Oktober 2010 in das verarmte Land eingeschleppten Krankheit.

Marc Vincent, Repräsentant der Unicef in Haiti, sagte: “Es ist möglich, die Cholera in diesem Jahr zu besiegen. Jetzt oder nie haben wir eine Gelegenheit, die wir nicht verpassen dürfen.” Er

erwarte eine rasche Reaktion der haitianischen Behörden, um diesen historischen Moment zu nutzen.

Durch die katastrophalen hygienischen Verhältnisse, denen das ohnehin ärmste Land des amerikanischen Kontinents nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar 2010 ausgestezt war, konnte sich die Seuche in Windeseile verbreiten. Die Hälfte der ländlichen Bevölkerung hat kein sauberes Trinkwasser und nur für Prozent der Haitianer haben Zugang zu einer Toilette.

Seit dem Ausbruch der Cholera starben fast 10.000 Menschen an der Krankheit und mehr als 800.000 sind daran erkrankt. Auch in der Dominikanischen Republik kam es zu vereinzelten Cholera-Herden, bei denen auch Menschen starben. Die dominikanischen Gesundheitsbehörden behielten die Lage jedoch unter Kontrolle.

Die Vereinten Nationen erkannten zwar an, dass ihre Soldaten der Minustah schuld sind an der Einschleppung der Cholera nach Haiti, lehnen aber eine finanzielle Wiedergutmachung ab.

 

20. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario

Strand_Sosua_Isabel_de_Torres_Puerto-Plata_Karibik_Atlantik

In einer Liste der Länder des Magazins internationalliving.com, in denen man sich am besten zur Ruhe setzen kann, kommt die Dominikanische Republik auf den 22. Platz. In der Untersuchung wurden verschiedene Faktoren mit einbezogen, wie Kauf und Investitionen, Miete, Vorteile, Einwanderung, Lebenshaltungskosten, Gesundheitsversorgung, Stand der Entwicklun und Anderes.

Die höchste Punktzahl erreichte das Land bei dem Aspekt Miete mit 90 Punkten, womit es viele andere Länder übertraf. Die niederste Bewertung mit 59 Punkten gab es bei Visum und Aufenthalt.

Zu den Vorteilen, in der Dominikanischen Republik zu leben gehört eine üppige Natur, die für leckere Früchte sorgt, die eine bunte, vielfältige und gesunde Ernährung zu günstigen Preisen ermöglicht.

Dazu kommt die üppige Schönheit der Strände, der vielfältige Handel und die Kultur, sowie deie Freundlichkeit der Menschen und der günstige Wechselkurs der nationalen Währung.

Den ersten Platz der Liste belegt das mittelamerikanische Land Costa Rica, das seit 30 Jahren ein wichtiges Ziel der US-Touristen ist, die durch das tropische Klima und die landschaftliche Schönheit angelockt werden und es in großer Zahl besuchen. Dazu kommen die niederen Lebenshaltungskosten und die medizinische Versorgung erster Klasse. Zudem kann man günstig Immobilien erstehen.

Was in Costa Rica laut der Studie am meisten überzeugt, sind die billigen Mieten. Für 500 Dollar bekommt man ein möbliertes Haus mit zwei Schlafzimmern. Eigentum mit Meerblick kostet weniger als 200.000 Dollar.

Die ersten fünf Länder, in die man als Rentner am besten auswandern kann, vervollständigen Mexiko, Panama, Ecuador und Malaysia.

 

18. Januar 2018  Quelle: Listín Diario

Auswandern_beste_Länder_Dominikanische_Republik_Mexiko_Thailand
Prozession_Jungfrau_Feiertag_Altagracia

Seit dem 12. Januar bereitet sich Higüey auf den Feiertag der Jungfrau der Höchsten Gnade vor. Am kommenden Sonntag, dem Día de la Altagracia, werden dann Tausende von Gläubigen in der Kathedrale in der Stadt im Osten der Dominikanischen Republik erwartet.

Unter dem Motto “Maria, Mutter der Eucharistie” zelebriert die katholische Kirche täglich zwei Messen, eine am Morgen und eine am Abend, um am Sonntag beim Höhepunkt die geistliche Mutter der katholischen Dominikaner zu ehren.

Am Feiertag der Jungfrau, dem 21. Januar, beginnt die erste Messe

um 5 Uhr morgens. Die Messe um 9 Uhr wird von Erzbischof Freddy de Jesús Bretón Martínez zelebriert. Am Nachmittag findet eine Prozession durch die Straßen von Higüey statt, und um 18 Uhr werden die Feierlichkeiten mit einer weiteren Eucharistie unter Hilfsbischof Tomás Morel Diplán beendet

 

17. Januar 2018 · Quelle Diario Libre

Migración_Deportation_Haiti_Dominikanische_Republik

In der dominikanischen Presse wird seit Jahren immer wieder die Besorgnis verbreitet, es gebe einen Plan, die Dominikanische Republik von illegalen Haitianern durch eine “friedliche Invasion” zu erobern. Diese Angst hat historische Wurzeln und reicht in die Jahre 1822 bis 1844 zurück, als dieser Teil der Insel Hispaniola – damals existierte noch keine Dominikanische Republik, sondern es war eine spanische Kolonie – von Haiti besetzt war. Nach der dominikanischen

Unabhängigkeit versuchte Haiti noch bis 1865 sein verlorenes Terrain wieder zurückzuerobern. Das wird dem Nachbarland bis heute als Aggression angekreidet und als Versuch, die Dominikanische Republik wieder in seine Gewalt zu bringen. Besonders in kritischen Zeiten wird diese Furcht von den Nationalisten geschürt.

Dass aber in der Hauptsache korrupte dominikanische Geschäftemacher und Grenzbeamte für diese “Invasion” aus dem verarmten Nachbarland verantwortlich sind, wird gerne übersehen.

Derzeit ist die Grenzschutztruppe Cesfront dabei, illegal einreisende Haitianer an der Grenze abzufangen und in ihr Land zurückzuschicken. Viele von ihnen sind Haitianer, die schon in der Dominianischen Republik waren und zu den Weihnachtsfeiern zu ihrer Famile zurückgekehrt sind und nun wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkommen wollen. In den ersten zwei Wochen dieses Jahres wurden laut Cesfront 16.422 Haitianer zurückgeschickt.

Nun veröffentlichte die Tageszeitung “El Día” das Geständnis eines ehemaligen Sergeants der dominikanischen Armee, er habe in den vergangenen sieben Jahren Tausende illegale Haitianer ins Land geschmuggelt und dabei hervorragend verdient. Er sagte, an normalen Tagen sei es problemlos möglich, mehrere Illegale über die Grenze zu bringen, aber derzeit sei es “heiß” und man brauche den ganzen Tag.

Der 36-Jährige erzählt davon, als verrichte er eine völlig normale Arbeit. Alleine in Dajabón gebe es 60 Personen, die sich diesem Geschäft widmen. “Heute bezahlt jeder Haitianer 5.000 Pesos, um ihn nach Santiago zu bringen”, erzählt der Mann freimütig. 10.000 Pesos Verdienst am Tag sei kein Problem, aber an manchen Tagen gebe es auch nichts. Bei dem Geschäft helfen Mitglieder des Militärs mit, versichert er.

Bei der Beschreibung des Grenzübertritts sagte der ehemalige Militär, die Gruppen, die illegal einreisen wollen, nehmen Kontakt mit einem Führer in Haiti auf, der sie an bestimmte Punkte an die Grenze bringt, wo sie von Dominikanern abgeholt werden. Mitglieder der Grenzschutzbehörde Cesfront sagen jedoch, dass derzeit die Dominikaner selbst über die Grenze nach Haiti gehen, um die Illegalen dort abzuholen. Manchmal werden die Illegalen dann in Häusern in den Ortschaften um Dajabón bis zu ihrem Weitertransport untergebracht.

Auf der anderen Seite versuchten haitianische Beamten, ihre Landsleute von der illegalen Überquerung der Grenze abzuhalten, sagt der Menschenschmuggler.

Die dominikanische Einwanderungsbehörde (Migración) bringt derzeit jeden Tag zwischen drei und fünf Busse voll mit illegalen Haitianern anch Dajabón, wo sie zurück in ihr Land geschickt werden. Viele von ihnen versuchen es am nächsten Tag erneut.

 

15. Januar 2018 · Quelle: El Día

beleidigen_Rassist_Afrika_Haiti_Dreckslöcher

Der amerikanische Präsident ist allgemein bekannt für seine nicht zimperliche Ausdrucksweise. Nur sorgte er wieder einmal für internationale Empörung, weil er Haiti, El Salvador und mehrere afrikanische Staaten als “Dreckslöcher” (shitholes) bezeichnet haben soll. Dieser Ausdruck soll während einer Sitzung zum DACA-Programm (Deferred Action for Childhood Arrivals) laut einer Meldung der “Washington Post” und einer späteren Bestätigung der “Los Angeles Times” gebraucht haben, als er sich beschwerte, er hätte es lieber, wenn die Immigranten aus Ländern wie Norwegen kämen und nicht aus den Dreckslöchern in Afrika, Haiti oder El Salvador. Der demokratische Senator Richard J. Durbin, der bei der Sitzung

anwesend war, bekräftigte, dass Trump diese Worte benutzt habe, was der Präsident nach zwölf Stunden in einem Tweet aber abstreitet. Er bestätigt, bei der Diskussion über Einwanderung “harte” Worte benutzt zu haben, aber nicht “shitholes”.

Wie vorhersehbar, kamen Proteste aus aller Welt. Die Afrikanische Union erklärte in Addis Abeba, die Worte Trumps seien “verletzend” und “verstörend”. Der Hochkommissar der Vereinten Nationen, Rupert Colville, nannte die Ausdrücke Trumps “skandalös und beschämend” für die USA. Sie umfassten die schlimmste Seite der Menschheit, die Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bestätigen fördern.

Der haitianische Botschafter in den USA, Paul Altidor, wies die Vorwürfe zurück. Die Aussagen seien eine Provokation, basierend auf Stereotypen. Er erinnerte an die Haitianer, die im Unabhängigkeitskrieg (1775 bis 1783) an der Seite von Amerikanern gekämpft haben und an die Beiträge, die emigrierte Haitianer auch heute für die amerikanische Gesellschaft leisten.

Trump wiegelte später ab. Er habe sich nie abfällig gegen Haitianer geäußert, aber Haiti sei offensichtlich ein armes Land mit vielen Problemen. Allerdings hatte Trump bereits im Dezember für Schlagzeilen gesort, als er sagte, alle Haitianer hätten Aids.

Und auch aus Norwegen, von wo jährlich nur etwa 1.000 Bürger in die USA auswandern, gab es Reaktionen. Warum sollte ein Norweger in die USA auswandern, wo die Lebenserwartung vier Jahre weniger ist?  Warum sollte sich ein Norweger der Gefahr aussetzen, dass sein Kind erschossen wird? Die norwegischen Kinder hätten eine bessere Schulbildung und müssten ihr Berufsleben nach dem Studium nicht mit einem Schuldenberg beginnen. Außerdem ist in Norwegen jeder krankenversichert.

 

12. Januar 2018 · Verschiedene Quellen

Kindersterblichkeit_untragbare_Zustände

Die 35 Organisationen, die in der Allianz für das Recht auf Gesundheit (Alianza por el Derecho a la Salud - Adesa) zusammengeschlossen sind, haben angeklagt, dass 2017 in der Dominikanischen Republik 2.835 Kinder und 188 schwangere Frauen, oder solche, die gerade geboren haben, auf Grund der “Mängel in den Krankenhäusern und der Nachlässigkeit der Regierung” gestorben sind. Diese Zahlen bedeuten einen Anstieg der Kindersterblichkeit um neun Prozent und des Todes im Kindsbett um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt die Dominikanische Republik auf dem zweitschlechtesten Platz bei Kinder- und

Müttersterblichkeit in Lateinamerika und der Karibik. Vor zwei Jahren lag man noch auf dem viertletzten Platz.

Auf einer Pressekonferenz sagte ein Sprecher der Organisation: “Das ist schwerwiegend, schmerzhaft und inakzeptabel in einer Gesellschaft, die nicht genug damit prahlen kann, dass ihre Wirtschaft in einem Rhythmus von fünf Prozent jährlich wächst.”

“Laut Daten des Gesundheitsministeriums starben 2017 insgesamt 2.835 Babys, 270 mehr als 2016, als der Tod von 2.565 Babys gemeldet wurde, 80 Prozent von ihnen jünger als 28 Tage. Jeden Monat starben 236 Kinder, das bedeutet, jeden Tag wurden 7,8 Kindstote gemeldet.”

2016 starben 168 Mütter während und nach der Geburt, 2017 waren es 188. Todesursache war bei 39,34 Prozent hypertensive Störungen (Präeklampsie), Blutvergiftung oder Infektionen (27,87), hämorrhagischer Schock (17,21) und Schwangerschaftsabbruch (3,28 Prozent) sowie andere Gründe (12,3 Prozent).

Zu den strukturellen Ursachen von Todesfällen bei Müttern und Kindern gehören Mangelernährung, Armut, geringe staatliche Investitionen in die Gesundheit, Verschlechterung der Krankenhausleistungen, fehlende Erstversorgung in Armenvierteln und auf dem Land, Mangel an Ausrüstung und Vorräten und die geringe Qualität der medizinischen Versorgung.

In den Krankenhäusern fehlt es an Personal und Ausrüstung, Medikamenten und der Grundversorgung wie Sauerstoffgeräte, Betten für Babys und Tragen, Tomographen, Fäden zum Nähen sowie Intensivstationen, wird von den Organisationen beklagt.

All dies "als Ergebnis eines privatisierten Gesundheitsmodells in dem Korruption, Unordnung, Politisiererei und Profitgier vor dem Recht auf Gesundheit stehen.”

Zudem wurden viele Kinderkrankenhäuser und öffentliche Entbindungskliniken gleichzeitig ohne jede Planung umgebaut, wie die Entbindungsstation Nuestra Señora de la Altagracia in der Hauptstadt und das Arturo Grullón Kinderkrankenhaus in Santiago, wo 2017 die meisten Kinder und Frauen starben.

Das abgebildete Foto wurde 2014 vom Gesundheitsministerium als echt bestätigt. Es sei ein ein Jahr altes Foto aus dem Kinderkrankenhaus Nuestra Señora de la Altagracia. Aber diese Zustände gebe es nicht mehr, versicherte das Ministerium.

 

10. Januar 2018 · Quelle: Z101

Schule_Unterricht_zu_spät_Feiertage

Es ist wie ein Naturgesetz, das nicht beeinflusst oder geändert werden kann: An den ersten beiden Schultagen nach den Ferien kommt nur ein Teil der Schüler in den Unterricht. Alle Aufrufe des Bildungsministers an die Eltern und die Durchsagen in Radio und Fernsehen, man möge doch bitte die Kinder bereits am ersten Tag zum Unterricht schicken, verhallen unbeachtet. Da ändert auch die von Präsident Danilo Medina ausgerufene “Revolución educativa” (Bildungsrevolution) nichts, in der der Bevölkerung nahe gebracht wird, dass Bildung wichtig für die Zukunft der Kinder ist.

So zeichnete sich bei einem Rundgang der Reporter der Tageszeitung “Listín Diario” in den Schulen der Hauptstadt Santo Domingo beim Schulstart nach den Weihnachtsferien am 8. Januar das übliche traurige Bild: eine zögerliche Rückkehr der Schüler an

ihre Schule. Laut Aussage der Schuldirektoren lag das auch am landesweiten Regen vom vergangenen Wochenende.

Während unterdessen die Lehrer und Direktoren an den Schulen im Gegensatz zu den früheren Jahren am ersten Schultag vollzählig erschienen waren, war der höchste von der Zeitung an einer Schule festgestellte Prozentsatz der zurückgekehrten Schüler in der Hauptstadt 54 Prozent.

In der Schule Virgen del Carmen, Sektor La Ciénaga, kamen 112 von 520 Schülern (21,53 Prozent), was nach Aussage von Direktorin María Martínez am Regen lag. “Normelerweise kommen nach den Feiertagen die meisten.”

An der Schule Domingo Savio in Los Guandules lag die Beteiligung bei 31,74 Prozent – von 734 Schülern kamen 233. Direktorin Graciela Hernández forderte mehr Kontrolle des Bildungsministeriums bei den Eltern.

Im kirchlich technischen Gymnasium Domingo Savio, auch Los Guandules, kamen 246 von 448 Schülern (54,91 Prozent), die aber drei Stunden vor Schulschluss nach Hause geschickt werden mussten, da am Mittag die Schülermahlzeit nicht geliefet wurde. Deisy Rodríguez, Direktorin der Ganztagsschule, erklärte dass das Nationale Institut zum Schülerwohl (Instituto Nacional de Bienestar Estudiantil - Inabie) im vergangenen Jahr den Lieferanten der Schülermahlzeiten nicht bezahlt hat.

Ähnliche Zahlen zeigte auch die anderen besuchten Schulen: Schule República de Haití im Ensanche Luperón: 145 Schüler von 585 (24,78 Prozent), während es an der Schule República Dominicana in Villa Juana 726 von 1.423 Schülern waren (51 Prozent).

 

9. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario

haitianische_Mutter_Krankenhaus_erstes_Baby

Nachdem seit einigen Monaten die Wellen im Land ob der Tatsache hoch schlagen, dass viele schwangere Haitianerinnen in die Dominikanische Republik kommen, um hier ihr Kind zu gebären, war bezeichnenderweise auch das erste im neuen Jahr in der Dominikanischen Republik in der Mutter- und Kindklinik San Lorenzo in Los Mina in Santo Domingo geborene Kind der Sohn einer haitianischen Mutter (Foto).

In der Meldung dazu in der Tagezeitung “Listín Diario” heißt es verzerrend: 55 Prozent der Gebärenden 2017 in den beiden Krankenhäusern Virgen de la Altagracia und San Lorenzo in Los Mina waren Haitianerinnen und Minderjährige. Aufgeschlüsselt waren es dann 27,5 Prozent Minderjährige (302 unter 15 Jahre alt) und 24,8 Prozent Haitianerinnen.

Auch bei der Zahl der bei der Geburt verstorbenen Mütter wird Stimmung gemacht: 30 Prozent davon sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Altagracia Guzmán Marcelino Haitianerinnen. Das liege daran, dass sie in ihrem Land nie bei einem Arzt waren oder Vorsorgeuntersuchungen machten, was häufig zu einer komplizierten Geburt führe.

Durch die schlechte Lage im Gesundheitssystem Haitis organisieren Menschenhändlerringe Geburtsreisen ins Nachbarland, wo die Schwangeren eine bessere Behandlung erwarten. Unsinn ist die Behauptung, die Haitianerinnen kämen nur, damit ihre Kinder dominikanische Dokumente erhalten. Laut Gesetz ist das nicht möglich.

 

4. Januar 2018 · Quelle: Listín Diario

verlassene_Tote_einsam_sterben

Wenn jemand stirbt, wird in der Dominikanischen Republik im Kreis der Familie, der Nachbarn und der Freunde ausgiebig und mitfühlend getrauert. Der oder die Verstorbene wird bis zum Tod von seinen Angehörigen besucht und getröstet. Normalerweise. Doch es gibt auch Fälle, in denen ein Kranker einsam und verlassen vor sich hinsiecht und sich am Ende niemand findet, der nach der Leiche verlangt, um sie würdig zu beerdigen.

Wie kommt das in einem Land, in dem die Familie einen so hohen

Stellenwert hat? Häufig sind es Kinderlose, Menschen, deren Familie im Ausland lebt, und Unfallopfer oder Kranke, die vor ihrem Tod lange im Krankenhaus liegen, und deren Familien zu arm sind, um für die Kosten aufkommen zu können.

Clarence Veras, zuständig für Public Relations im Universitätshospital Dr. Darío Contreras, sagt, das sei eine schwierige Lage für die Krankenhäuser. Im Schnitt liege die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus starben, die aber niemand abholen will, im Jahr 2017 bei fünf oder sechs Patienten pro Monat, zwischen 60 und 72 im Jahr. Dann muss das Krankenhaus für die Beerdigungskosten aufkommen, die bei run 5.000 Pesos liegen.

Veras sagt, das sind Patienten, die von jemandem gebracht werden oder über das Notrufsystem 9-1-1 eingeliefert werden, viele ohne Dokumente. In den Medien wird dann aufgerufen, die Person zu identifizieren. Meist werden die Verwandten ausfindig gemacht, aber häufig weigern sich diese, sich um den Kranken zu kümmern. Meist aus finanziellen Gründen. “Es gibt Familien, die kommen, sehen den Toten und sagen: Kümmert ihr euch um den. Wir haben kein Geld.”

Je nach Krankenhaus bleibt der einsame Tote zwischen drei und 15 Tage in der Leichenhalle, in der Hoffnung, dass doch noch jemand kommt, um ihn zur Beedigung abzuholen. Wenn neimand kommt, wird der Tote meist anonym begraben. Vorher werden seine Daten aufgenommen und er wird fotografiert und bekommt eine Nummer, für den Fall, dass doch noch jemand kommt, der ihn begraben will.

Besonders traurig ist es bei Babys. Laut Angaben des Mütter- und Kinderkrankenhauses San Lorenzo im Stadtteil Los Mina in Santo Domingo starben 322 Babys, 159 vor und während der Geburt, 163 nach der Geburt. Von diesen toten Babys wurden 80 Prozent – 256 – von niemandem abgeholt, um sie zu beerdigen. Die Leiche des Babys wird dann zehn Tage aufbewahrt, in der Hoffnung, dass die Mutter oder ihre Familie doch noch kommt. Danach werden sie vom Krankenhaus auf dem Friedhof Cristo Salvador beerdigt.

“Es ist ein Drama”, sagt Clarence Veras zu den Patienten, die die letzten Tage ihres Lebens verlassen sind.

 

3. Januar 2018 · Quelle: acento

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Dennoch müsse sie bekämpft werden. Das Rechtswesen müsse zur Bekämpfung der Kriminalität gestärkt werden. Heute gebe es eine liberale Justiz, die den Verbrechern zu Gute komme. Und wenn ein Verbrecher vor Gericht kommt, werde er nicht verurteilt, weil der Richter unter Druck steht und er nicht frei entscheiden darf. “Und was tun die Verbrecher? Sie verspotten die Gesellschaft, die Polizei und jeden, wie sie Lust dazu haben. Denn wer Hand an einen Verbrecher legt, hat ein internationales Problem.” Schuld daran seien die Vereinten Nationen mit ihren Organisationen. Das sei “unsere” Justiz im 21. Jahrhundert.

Die demokratischen Wahlen sind laut Pastor Molina nur ein Geschäft, in dem Stimmen und Posten verkauft und gekauft werden. Meistens gewinnt derjenige, der am meisten Geld hat. Auch sprach es sich vehement gegen die Wiederwahl des Präsidenten aus. Jeder Politiker habe einen Zauberstab, mit dem er die Probleme der Armen lösen wird. Aber nachdem er gewählt ist, sehe die Sache anders aus.

Aber auch in den Familien gibt es “falsche Modelle”, in denen die grundsätzliche und originale Rollenverteilung einer angeblichen Gleichheit der Geschlechter weichen, was zu einer schwereren Last und zum Leiden der Frauen führe und zu einem Anstieg der Frauenmorde.

Nicht fehlen durfte die Kritik an Homosexuellen. Bald werde es keine Ultraschalluntersuchungen mehr geben, da das Geschlecht des Kindes nicht mehr nach der Natur gehe, sondern danach, wozu es Lust habe.

Der Pastor rief die Jugendlichen dazu auf, die Nationalflagge und das Wappen zu verteidigen und nicht auf die falschen Patrioten zu hören, die das Erbe verleugnen und das Wappen mit seiner Inschrift “Gott, Vaterland und Freiheit” modifizieren wollen. Wenn das erreicht wird, sei das das Ende der Dominikanischen Republik, wetterte der Pastor.

 

2. Januar 2018 · Quellen: Listín Dario, Diario Libre, El Día

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eines sexuellen Übergriffs verlorene Zeit ist, weil die Behörden das nicht angemessen verfolgen”.

Insgesamt wurden vergangenes Jahr von Januar bis September 1.198 Menschen ermordet. 982 davon an öffentlichen Orten, 135 zu Hause. Die Morde an der Partnerin oder einer Ex-Partnerin lag trotz massiver Kampagnen offiziell bei 76 registrierten Fällen, was jedoch bei täglicher Lektüre der Meldungen in den Medien deutlich geschönt scheint. Doch auch so liegt diese beschämende Zahl um 15 Prozent höher als im Jahr zuvor.

Die Zahl der Raube von Schusswaffen, wobei meist Polizisten die Opfer der Kriminellen sind, die sich unter anderem auf diese Art ihre Waffen besorgen, stieg von 2016 auf 2017 um 14 Prozent. Insgesamt erbeuteten die Verbrecher 555 Schusswaffen.

Eine der großen Herausforderungen des Staates für 2018 ist laut Elpidio Báez die Stärkung der Polizei und des Militärs. “Die Polizei muss technisch aufgerüstet werden und die Arbeitsbedingungen verbessert und der Lohn der Polizisten erhöht werden, damit die Polizei wieder das Vertrauen zurückgewinnt, die diese Institution haben sollte.”

Auch das Justizsystem stehe vor großen Herausforderungen, da durch schlecht vorbereitete Protokolle die Angeklagten, oft in Verbrechen verwickelt, problemlos wieder frei kommen.

Die überfüllten Gefängnisse führen laut dem Sicherheitsexperten zu einer sehr hohen Rückfallquote. So sei das Gefängnis La Victoria für weniger als tausend Gefangene konzipiert, aber es seien mehr als 8.000 Häftlinge inhaftiert. 2018 müsse dieses Gefängnis geschlossen werden und die Gefangenen in das neue Gefängnismodell eingegliedert werden, fordert Báez.

Die im vergangenen Jahr konfiszierte Menge an Drogen sei Besorgnis erregend, sagt Báez. Es müsse eine Strategie gefunden werden, damit das Land nicht zu einem Markt für illegale Geschäfte verkommt. Bis September haben die Behörden laut Angaben der Nationalen Drogenkontrollbehörde (DNCD) 11.091 Kilo Kokain und Marihuana konfisziert, wobei wie üblich alles in einen Korb geworfen wird. Ungenau auch die Angaben über Crack, Heroin und Haschisch, die für 2017 mit 35.819 Kilo angegeben sind, bei den Angaben für 2016 sind es jedoch Gramm. Tatsache ist jedoch, dass in extremer Häufigkeit immense Mengen von Kokain gefunden werden. So am letzten Tag des Jahres 2017 mehr als 1.500 Pakete mit Kokain auf einem Schiff. Ein Paket enthält normalerweise ein Kilo dieser Droge.

Um dieses Panaorama zu ändern, braucht es nach Ansicht des Abgeordneten mehr politischen Willen, damit mehr als bisher erreicht wird.

 

1. Januar 2018 · Quelle: Diario Libre

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Demokratie ein "falsches Modell"?

Tausende Evangelisten versammelten sich wie jedes Jahr am 1. Januar im Olympiastadion in Santo Domingo, um die “Batalla de la Fe”, die inzwischen 54. Schlacht des Glaubens zu schlagen. Dieses Mal stand die Predigt von Pastor Ezequiel Molina, dem Organisator des Events, unter dem Thema “Falsches Modell”.

Der Führer der dominikanischen Evangelisten geißelte in seiner Predigt die “verdammte Korruption”, die nicht ausgelöscht werden kann in dem Modell Demokratie, das fehlerhaft geboren wurde.

Herausforderungen 2018

Wegen der anhaltend hohen Kriminalität fühlen sich die dominikanischen Bürger unsicher. Trotz Beruhigungen von offizieller Seite steht die Sorge um die persönliche Sicherheit an oberster Stelle.

Der Sicherheitsexperte Elpidio Báez, Abgeordneter der Regierungspartei PLD, sagt, die Zahlen der Morde liege praktisch gleich hoch wie im Vorjahr 2016. Aber die kriminellen Handlunge seien um sechs Prozent gestiegen. In Wahrheit sei diese Zahl aber höher, so Báez, da viele Bürger Verbrechen nicht mehr melden, “weil sie überzeugt sind, dass die Anzeige eines Raubs, eines Überfalls,

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