Qualität der Arbeit

Bei einer durch die Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (IDB/BID) durchgeführten Untersuchung über die Qualität der Arbeit landete die Dominikanische Republik auf dem elften Platz.

Untersucht wurde, in welchem von 17 lateinamerikanischen Ländern es mehr und bessere Arbeitsplätze gibt. Von 100 Punkten kam das Land auf 55,09. Nach diesem Index, der die Erwerbsbeteiligung, den Beruf, die Formalität und die Arbeitsplätze mit ausreichenden Löhnen misst, schnitten Uruguay, Chile und Panama am besten ab.

Darauf folgen Argentinien mit 62,4 Punkten, Costa Rica (62,17), Brasilien (61,15), Ecuador (59,48), Paraguay (57,44), Kolumbien (57,41) und Bolivien mit 55,49 Punkten.

Nach der Dominikanischen Republik kommen Perú (54,78), Mexiko (50,26), Nicaragua (48,43), El Salvador (48,26), Honduras (45,33) und Guatemala (44,94).

In der IDB-Veröffentlichung wird bekräftigt, dass Arbeit sowohl für den Einzelnen als auch für die Volkswirtschaften insgesamt von größter Bedeutung ist . DDie Diskussion über die Arbeit in Lateinamerika verfolgt das Ziel, eine Politik zu fördern, die zu besseren Beschäftigungsbedin-gungen führen kann. "Dies ist besonders nötig in einer Region wie der unseren, wo der Arbeitsmarkt nicht so funktioniert, wie er sollte: Die meisten Arbeitsplätze sind informell (ohne Zugang zu Sozialleistungen), sehr instabil und unproduktiv", heißt es in dem Bericht.

 

9. November 2017

Plan gegen Gewalt an Frauen

Generalstaatsanwalt Jean Alain Rodríguez stellte den inzwischen zehnten Plan gegen Gewalt an Frauen seit November 2008 vor, bestehend aus 22 konkreten Maßnahmen, um die Zahl der Morde und andere Gewaltakte gegen Frauen zu verringern. Dazu gehört, dass mehr als 2.600 Krankenhäuser und Gesundheitszentren ein Protokoll erstellen müssen, wenn es Anzeichen von Misshandlung gibt. Die behandelnden Ärzte sollen dabei helfen, das Opfer zu indentifizieren und falls möglich den Aggressor auch. Zudem sollen sie die Staatsanwaltschaft und Polizeistationen informieren.

Es wird verboten, dass das Opfer dem Täter die Vorladung zu einer Anhörung oder einen Haftbefehl übergeben muss, wie es des Öfteren vorgekommen ist. Auch werden die Öffnungszeiten der so genannten “Línea Vida”, dem Notruftelefon (809-200-1202 in Santo Domingo) bei innerfamiliärer Gewalt, auf 24 Stunden, 365 Tage im Jahr ausgeweitet. Die bislang 19 Einheiten für die Opfer häuslicher Gewalt (UVG) werden um 14 erhöht und ihre Erreichbarkeit bis 24 Uhr und ihre landesweite Deckung sicher gestellt.

Laut offiziellen Zahlen sind dieses Jahr bereits 80 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet worden. Die Zahl von 102 Morden an Frauen pro Jahr ist langjähriger Durchschnitt. Von 2008 bis 2015 wurden mehr als 1.000 Frauen ermordet.

 

9. November 2017

Ana Carolina, Model und Fernsehmoderatorin, wurde in Santo Domingo von einem Ladenbesitzer im “Downtown Center” tätlich angegriffen, als sie mit ihrem Team dort essen wollte.

“Ich bin in diesen Laden gegangen, und dieser Herr hat mich zusammen mit Polizisten der Dicrim in der Mall vor allen Leuten angegriffen und mich als Diebin beschuldigt. Ich hätte in 18 Läden gestohlen und ich hieße Sandra.” Ihrem Manager seien Handschellen angelegt worden und man wollte ihn auch abführen. Ihm seien auch Videos der Diebin gezeigt worden, aber diese Person sei eine Frau, die ihr ähnlich sehe. “Ich bitte um Gerechtigkeit für diese Aggression gegen meine Person”, fordert Ana Carolina in den sozialen Medien.

 

9. November 2017

Ana Carolina als Diebin beschuldigt

"Angestammte Rechte"

Nachdem im Entwurf zum Haushaltsgesetz für 2018 beantragt wurde, die Befreiungen von Steuern und Abgaben für die Abgeordneten zu kürzen, kam es zu heftigen Protesten. Elpidio Báez (PLD) sagte, die Befreiungen seien ein “angestammtes Recht”.

So war geplant, den Artikel 16 zu streichen, nachdem ein Abgeordneter oder Senator alle vier Jahre ein Fahrzeug im Wert von bis zu 100.000 Dollar bekommt. “Verlangt nicht von mir, einem Haushalt zuzustimmen, und dass ich das gerne tue, wenn du mir angestammte Rechte beschränkst.”

Der Abgeordnete der Alianza País, der seit dem 16. August 2016 von sich aus auf diese Befreiungen verzichtet hat, sagte, der Haushalt müsse die Bedürfnisse der Bürger befriedigen, nicht die Privilegien der Abgeordneten. Angesichts der Armut und Marginalisierung von Millionen von Dominikanern, stellt die Verteidigung der millionenschweren Befreiung bei Fahrzeugen eine Beleidigung, einen Spott und einen Verrat am dominikanischen Bürger dar.

Nun gab auch der Senator der Provinz Puerto Plata, José Ignacio Paliza (PRM), bekannt, dass er auf diese Befreiungen verzichten wird. Es müssten Signale von Änderungen an die Gesellschaft gesandt werden, die von den höchsten Ebenen ausgehen müssen.

Bereits im September vergangenen Jahres gab Senator Paliza bekannt, seine Gehaltserhöhungen an gemeinnützige Institutionen in seiner Provinz zu spenden.

 

8. November 2017

Über 10 Millionen Passagiere

Auf den internationalen Flughäfen der Dominikanischen Republik wurden auf regulären Linienflügen bei 145.340 An- und Abflügen 10.107.257 Passagiere abgefertigt. Hinzu kommen bei denselben Terminals 1.427.096 Passagiere, die das Land mit Charterflügen besuchten.

Alejandro Herrera, Direktor des Dominikanischen Instituts für Zivilluftfahrt, IDAC, sagte, zwischen Januar und Oktober dieses Jahres wurden auf regulären und Charterflügen insgesamt 11.543.553 Passagiere abgefertigt. Jeden Monat kommen und gehen mehr als eine Million internationale Besucher, so Herrera.

Der Flughafen Punta Cana hat das höchste Passagieraufkommen mit 4.896.607 Gästen, gefolgt von Las Américas mit 3.124.545 und Cibao in der Provinz Santiago mit 1.152.459. Es folgen Puerto Plata mit 653.299, La Romana mit 160.241, El Catey 99.952 und El Higüero in Santo Domingo Norte mit 20.154 Passagieren.

Alejandro Herrera sagte, Anstieg des Personenverkehrs auf dem Luftweg sei Ausdruck des Wachstums der Dominikanischen Republik im Luftfahrtsektor, der den Betreibern und Passagieren Sicherheit und Vertrauen bietet.

 

10. November 2017

China investiert 820 Millionen

Fu Xinrong, die Repräsentantin der Volksrepublik China, mit der die Dominikanische Republik keine diploatischen Beziehungen unter-hält, gab bekannt, dass ihr Land 820 Millionen Dollar für drei Projekte im Land investieren will. Damit soll eine neue Ära der Zusammen-arbeit beginnen. Die Dominikanische Republik unterhält seit 60 Jahren nur diplomatische Beziehungen mit Taiwan, das von der Volksrepublik China als abtrünnige Provinz angesehen wird.

“Die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern werden immer häufiger und enger, da wir der zweite wirtschaftliche Partner der Dominikanischen Republik sind und die Dominikanische Republik der zweite wirtschaftliche Partner für China im karibischen Raum”, sagte Fu.

Die geplanten Investitionen umfassen den Bau einer Müll-verbrennungsanlage und einer Gasanlage zu einem Preis von 270 Millionen Dollar sowie ein multifunktionales Hydraulikprojekt zu 350 Millionen Dollar. Des Weiteren ist der Bau von 10.000 Low-Cost-Häusern für 200 Millionen Dollar geplant. Fu sagte jedoch nicht, wann diese Investitionen beginnen werden.

Die chinesische Funktionätin gab diese Erklärungen bei der Eröffnung der siebten Messe der Volksrepublik China in der Dominikanischen Republik, an der nach Angaben ihrer Organi-satoren mehr als 30 Unternehmen aus zehn chinesischen Städten beteiligt sind.

 

10. November 2017

 

Freiheit auf Kaution bestätigt

Die fünf Richter der Zweiten Strafkammer des Obersten Gerichts der Dominikanischen Republik haben die Freilassung gegen Kaution zu Gunsten der beiden Angeklagten im Odebrecht-Skandal, Víctor Díaz Rúa und Ángel Rondón, bestätigt.

Díaz Rúa, ein enger Vertrauter des vorigen Präsidenten Leonel Fernández, zeigte sich “zufrieden” mit dieser Entscheidung.

Die Richter haben auch die vorläufige Freilassung von Juan Temís-tocles Montás, Radhamés Segura, Andrés Bautista, Ruddy Gonzá-lez, Conrad Pittaluga, Máximo D'Oleo und César Sánchez bestätigt, die anderen Beteiligten des Bestechungsskandals, in dem laut der brasilianischen Baufirma Odebrecht Schmiergelder in der Höhe von 92 Millionen Dollar flossen.

 

14. November 2017

Weltdiabetestag

In Amerika gibt es etwa 62 Millionen Menschen mit Diabetes, und es wird vorhergesagt, dass sich die Zahl weiter erhöhen wird. Das liegt vor allem an der hohen Rate von Übergewichtigen und Fettleibigen in der Region, die über dem Doppelten des Weltdurchschnitts liegt.

Seit 1980 hat sich die Zahl der Menschen mit Diabetes verdreifacht. Die Mehrzahl davon leben in den USA, Brasilien und Mexiko. Derzeit sterben 305.000 Menschen jährlich an Diabetes, im Jahr 2040 wird es mehr als 100 Millionen Diabetes-Fälle geben.

Fabio da Silva Gomes, der regionale Berater der Panamerikani-schen Gesundheitsorganisation (PAHO, span. OPS), sagt: “Das Übergewuicht und die Fettleibigkeit erhöhen das Risiko des Dia-betes Typ 2, der vermeidbar ist. Zudem ist es schwierig, den Diabetes zu kontrollieren, wenn eine Person übergewichtig ist.”

In Lateinamerika und der Karibik sind etwa 58 Prozent der Bewohner übergewichtig, wobei die Bahamas (69 Prozent), Mexiko (64) und Chile (63) die höchsten Raten vorweisen. Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes sind auch Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkran-kungen. Diabetes ist ein Grund für vorzeitigen Tod und Behinderung, da er das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Niereninsuffizienz, Blindheit und Amputation unterer Gliedmaßen erhöht.

Der Weltdiabetestag wurde erstmals am 14. November 1991 begangen. Seit 2007 ist der Weltdiabetestag ein offizieller Tag der Vereinten Nationen.

 

14. November 2017

53 Tote durch Leptospirose

Das Gesundheitsministerium warnt, dass durch die Hurrikane “Irma” und “Maria” die Zahl der Leptospirose-Fälle in der Dominikanischen Republik wieder angestiegen ist. Deshalb wird die Bevölkerung auf-gerufen, die Vorkehrungen gegen diese Krankheit weiter zu beachten und ernst zu nehmen.

Dazu gehört die Hygiene, das Waschen von Lebensmitteln, vor allem auch die Dosen, bevor sie geöffnet werden. Vor allem solle man vermeiden, in schmutziges und stehendes Wasser zu treten. Wenn man Gebiete betreten muss, die überschwemmt sind, solle man Gummistiefel tragen.

Die Leptospirose-Erreger werden von Ratten, Hunden, aber auch anderen Tieren mit ihrem Urin ausgeschieden und durch Hautkontakt auf den Menschen übertragen, etwa, wenn man in schmutziges Wasser tritt.

Die Serblichkeitsrate bei Leptospirose ist hoch: Von 626 Menschen, die sich infiziert haben, starben 53.

Auch die Fälle von Tollwut haben sich laut Gesundheitsministerium gegenüber 2016 um 48 Prozent gesteigert. Alleine in der letzten Woche wurden 506 Fälle von Angriffen von Tieren auf Menschen gemeldet. Die meisten Vorfälle gab es im Großraum Santo Domingo und San Cristóbal. Insgesamt wurden dieses Jahr 37 Fälle von Tollwut gemeldet.

 

13. November 2017

Alex Bueno: “Sucht Gott!”

Der populäre dominikanische Sänger Alex Bueno (LA PLAYA 143) rief in einem Interview mit dem Journalisten Rafael Bello auf Kanal 41 die Drogenkonsumenten auf, ihre Sucht anzuerkennen und Gott zu suchen. Er selbst sei abhängig von Drogen und Alkohol gewesen und habe nach einer Entziehungskur so lange gebetet, bis er keine Anziehung mehr fühlte, wenn er eine Flasche Alkohol gesehen hat. Das war vor fast vier Jahren.

“Zuerst muss man akzeptieren, dass man krank ist. Man muss die Sucht anerkennen und akzeptieren, dass man ein Drogenab-hängiger oder Alkoholiker ist und Hilfe suchen. Sei es von Familien-angehörgen oder Freunden. Man muss jemanden suchen, der einen aufmuntert, bis man es geschafft hat. Weil alles ist möglich”, so Alex Bueno.

Dabei macht er keinen Unterschied zwischen illegalen Drogen und Alkohol: “Es sind einfach verschiedene Arten des Konsums, aber die Abhängigkeit ist dieselbe. Sie fressen das Gehirn, es ist derselbe Vorgang.”

“Man muss Gott aus dem Grund seiner Seele bitten, zu helfen. Er wird dir die Kraft dazu geben.”

 

13. November 2017